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Schmetterlingskrankheit
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Topische Gentherapie heilt Wunden

Die dystrophe Epidermolysis bullosa ist eine sehr seltene Erkrankung, die aufgrund der extrem verletzlichen Haut der Betroffenen auch als Schmetterlingskrankheit bezeichnet wird. Die EU-Kommission hat vor Kurzem eine erste topische Gentherapie zur Wundbehandlung zugelassen: Beremagene geperpavec (Vyjuvek® 5 × 109 Plaque-bildende Einheiten/ml Suspension und Gel zur Herstellung eines Gels, Krystal Biotech).
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 30.06.2025  16:20 Uhr
Selbstapplikation nach Schulung möglich

Selbstapplikation nach Schulung möglich

Das Gel wird einmal wöchentlich kutan in kleinen Tröpfchen in einem gitterähnlichen Muster im Abstand von etwa 1 cm voneinander auf die Wunde(n) appliziert. Eventuell ist es nicht möglich, bei jedem Behandlungstermin alle Wunden zu behandeln. Die empfohlene maximale wöchentliche Gesamtdosis für Kinder von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren beträgt 1 ml. Die empfohlene maximale wöchentliche Gesamtdosierung für Kinder über drei Jahren, Jugendliche und Erwachsene beträgt 2 ml.

Vyjuvek sollte auf Wunden aufgetragen werden, bis sie sich geschlossen haben, bevor eine oder mehrere neue zu behandelnde Wunden ausgewählt werden. Die wöchentliche Behandlung bereits behandelter und wieder geöffneter Wunden sollte priorisiert werden. Nach einer entsprechenden Schulung können Patienten oder Pflegepersonen die Applikation selbst vornehmen.

Das Präparat ist gefroren bei –15 bis –25 °C zu lagern. Vor der Anwendung auf der Haut müssen die Suspension und das Gel aufgetaut werden, und die Suspension muss in einer Apotheke mit dem Gel vermischt werden, heißt es in der Fachinformation von Vyjuvek.

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