Wer einen Rollator nutzt, sollte ein paar Tipps beherzigen, um sicher unterwegs zu sein. / © Adobe Stock/Photographee.eu
Ob bei Muskelschwäche oder Gleichgewichtsstörungen: Ein Rollator hilft dabei, sicherer von A nach B zu kommen. Handhabt man die Gehhilfe falsch, kann es allerdings gefährlich werden - dann drohen Stürze. Was man tun kann, damit es nicht so weit kommt.
Soll ein Rollator auch in der Wohnung oder im Haus zum Einsatz kommen, bereitet man das Zuhause darauf am besten vor. Bleiben die Räder nämlich an Kanten hängen, ist es schnell vorbei mit dem Gleichgewicht. Das ZQP rät, vorab folgende Handgriffe vorzunehmen:
»Wichtig ist, dass ein Rollator den eigenen Bedürfnissen und konkreten Einsatzbedingungen möglichst gut entspricht«, so Daniela Sulmann, Pflegeexpertin des ZQP. Hat man sich nach der Beratung in einem Sanitätsgeschäft für ein Modell entschieden, sollte man es vor Ort passend einstellen lassen. Entscheidend sind dabei Griffhöhe und Bremsen.
Dabei sollte man darauf achten, möglichst aufrecht zu stehen. Man sollte sich, wenn man mit Rollator unterwegs ist, also weder nach vorn beugen noch die Schultern hochziehen, erklärt das ZQP. Für diese Haltung dankt auch der Rücken.
Für die größtmögliche Stabilität ist wichtig, dass sich die Füße beim Gehen zwischen den Hinterrädern befinden. Anders ausgedrückt: Man geht also nicht hinter, sondern im Rollator. Das gilt übrigens auch, wenn die Strecke bergauf oder bergab führt. Insbesondere im letzten Fall gilt: immer bremsbereit bleiben.
Apropos Bremsen: Die Aktion Das Sichere Haus (DSH) rät, die Bremsen unbedingt festzustellen, wenn man sich auf den Rollator setzt. Noch sicherer wird die Verschnaufpause, wenn die Vorderräder eine Wand berühren.
Bordsteine überwinden, in Bus oder Bahn einsteigen, rückwärts am Rollator gehen oder durch Türen: All das muss geübt sein. Sinnvoll sind dafür Rollatortrainings, die etwa bei Kliniken, bei der Physio- oder Ergotherapie, von der Polizei, Verkehrsbetrieben oder der Deutschen Verkehrswacht angeboten werden.