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Nahost-Konflikt
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Teva sichert unterbrechungsfreie Versorgung zu

Das Pharmaunternehmen Teva mit seinem Hauptquartier in Tel-Aviv hat bestätigt, dass die Generikaproduktion in Israel »noch weitgehend unbeeinträchtigt« ist, und versichert eine unterbrechungsfreie Versorgung.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 26.10.2023  17:00 Uhr

Das Unternehmen ist »zutiefst erschüttert über die beispiellosen, schrecklichen und brutalen Angriffe auf israelische Zivilisten, darunter Frauen und Kinder«, erklärte eine Sprecherin auf Nachfrage der PZ. »Als israelisches Unternehmen verurteilen wir diese entsetzlichen Angriffe und stehen als Teva in dieser Zeit großer Verluste und Herausforderungen an der Seite Israels.«

Im Augenblick konzentriere sich der Konzern auf die Unterstützung, die Betreuung und das Wohlergehen der Mitarbeitenden in Israel. Zeitgleich werde die Situation genau beobachtet. »Neben der Unterstützung für unsere israelischen Kollegen und ihre Familien stellen wir weiterhin die unterbrechungsfreie Versorgung der Millionen von Patienten in aller Welt mit unseren Medikamenten sicher«, so die Sprecherin weiter. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patientinnen und Patienten hätten »oberste Priorität«. 

Notfallversorgung in Apotheken verstärkt

Teva habe seine Unterstützung für die Notfallversorgung mit Medikamenten in Krankenhäusern, Apotheken und für Patientinnen und Patienten generell in Israel verstärkt. »Wir spenden Arzneimittel und leisten humanitäre Hilfe für die Opfer«, sagte die Sprecherin. »Die Situation entwickelt sich ständig weiter, derzeit ist unsere Produktion noch weitgehend unbeeinträchtigt.«

Für Schlüsselprodukte würden auch weiterhin Notfallpläne mit Backup-Produktionsstandorten bereitgehalten, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine nennenswerten Auswirkungen auf die finanzielle und operative Performance des Unternehmens. Laut eigenen Angaben machte die Produktion von Teva in Israel im vergangenen Jahr weniger als 8 Prozent der gesamten weltweiten Produktion des Unternehmens in US-Dollar aus. Die weltweiten Umsätze in Israel machen etwa 2 Prozent der weltweiten Einnahmen des Konzerns aus.

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