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Mpox
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Tecovirimat enttäuscht erneut

Nachdem das Virostatikum Tecovirimat im August bereits in einer Studie in der Demokratischen Republik Kongo den Wirksamkeitsendpunkt bei Mpox verfehlt hatte, ist dies in einer internationalen Studie außerhalb Afrikas nun erneut geschehen.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 11.12.2024  17:17 Uhr
Vorteil bei kurzer Erkrankungsdauer und schwerer Infektion

Vorteil bei kurzer Erkrankungsdauer und schwerer Infektion

Nach den enttäuschenden Ergebnissen der Studie Palm007, die im August bekannt geworden waren, ist dies nun der zweite Fehlschlag für Tecovirimat. Die beiden Studien ergänzen sich insofern, als an der Palm007-Studie höchstwahrscheinlich überwiegend Klade-I-Infizierte teilgenommen hatten, denn sie lief in der Demokratischen Republik Kongo. In der Gesamtschau deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Tecovirimat nur eine schwach ausgeprägte Wirksamkeit bei Mpox-Infektionen aufweisen könnte.

Vorteile durch die Behandlung hatten in der Palm007-Studie allerdings Personen, die erst kurz (weniger als sieben Tage) erkrankt waren und solche mit einer schweren Infektion (100 oder mehr Hautläsionen). Da schwere Erkrankungen bei Klade-II-Infektionen selten sind, wäre der Einsatz von Tecovirimat bei Mpox-Infizierten außerhalb Afrikas aber womöglich zu hinterfragen.

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