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Drei Monate nach dem Start
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Tagesschau-Bilanz zum E-Rezept ist »durchwachsen« 

Seit Januar ist das E-Rezept in Deutschland Pflicht. Technische Probleme sorgen immer wieder für Ärger. Am Mittwochabend stellte die »Tagesschau« den digitalen Verordnungen nach einem Quartal eine durchwachsene Bilanz aus. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 04.04.2024  12:16 Uhr

»Es gibt immer mal technische Schwierigkeiten, dass zum Beispiel ein Dienstleister im System Störungen meldet. Es gibt Schwierigkeiten in den Softwaresystemen der Apotheken und der Ärzte«, dieses ernüchterte Fazit zog Anke Rüdinger, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands (DAV), am gestrigen Mittwoch in der »Tagesschau«. 

Auch der Hausarzt Florian Schumacher klagte in der Nachrichtensendung über die digitalen Verschreibungen: »Wenn irgendetwas nicht funktioniert, wenn ich das Softwarehaus oder einen Techniker bezahlen muss, wird das in der Regel nicht erstattet. In der Summe kostet es Geld und viel Zeit, die für die Patienten nicht zur Verfügung steht.« 

Doch es kamen auch mehrere Bürgerinnen und Bürger zu Wort, die eher positive Erfahrungen mit dem E-Rezept gemacht haben. »Das war völlig problemlos, ich bin eine halbe Stunde später in die Apotheke und konnte es einlösen«, berichtete ein Mann. Eine andere Passantin kritisierte jedoch: »Einmal hat es ganz gut geklappt, beim nächsten Mal nicht.« 

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) führte das E-Rezept mit dem Ziel ein, den Arbeitsalltag von Ärzten und Apothekern zu erleichtern sowie den Patienten mehr Komfort zu bieten. Inzwischen sind bereits mehr als 130 Millionen digitale Verschreibungen eingelöst. Trotz dieser beachtlichen Zahl sprach die »Tagesschau« aufgrund der regelmäßigen technischen Probleme von einer »durchwachsenen Bilanz«.

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