Synbiotic macht die schwierige Marktlage für die Insolvenz verantwortlich. / © Getty Images/Roman Barkov
Am Freitag teilte Synbiotic mit, dass das Unternehmen beim Amtsgericht Münster einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über sein Vermögen stellen wird. Synbiotic ist eine börsengelistete Unternehmensgruppe, die sich selbst als »Europas führende Unternehmensgruppe für Medizinalcannabis und Industriehanf« bezeichnet. Die Gruppe umfasst die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum fertigen Produkt.
Synbiotic macht die »anhaltend schwierige Marktlage im Cannabissektor« für die Insolvenz verantwortlich. Diese habe sich »erheblich nachteilig auf die Geschäftsentwicklung und die Finanzlage der Gesellschaft« ausgewirkt. Trotz intensiver Bemühungen der Geschäftsführung sei es nicht gelungen, die Finanzierung rechtzeitig sicherzustellen.
»Der Umsetzung flexibler Kapitalmaßnahmen durch die Geschäftsführung stand zudem die fehlende Zustimmung der letzten Hauptversammlung zur Schaffung neuer Kapitalia entgegen«, heißt es in der Mitteilung. Synbiotic geht davon aus, dass ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wird und die Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft zunächst fortgeführt werden. Der Ausgang des Verfahrens und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Aktionäre seien derzeit nicht verlässlich abschätzbar. Die Aktie des Cannabisunternehmens hat nach der Ankündigung des Insolvenzantrags etwa 74 Prozent ihres Wertes verloren.