| Johanna Hauser |
| 06.10.2026 15:00 Uhr |
Nach Ansicht der Autorinnen und Autoren liefert die Studie wichtige Hinweise für Präventionsstrategien. Maßnahmen zur Vorbeugung sollten demnach bereits im frühen Erwachsenenalter ansetzen und regionale Besonderheiten berücksichtigen.
Das bestätigt auch Professor Dr. Ulrike Bingel vom Universitätsklinikum Essen, die die Studie für das Science Media Center Deutschland bewertet hat: »Die vielleicht wichtigste Botschaft für die Prävention ist, dass wir nicht erst im höheren Lebensalter ansetzen dürfen, denn bei vielen Schmerzformen nimmt die Belastung bereits im frühen und mittleren Erwachsenenalter deutlich zu.«
Nach Aussage der Autoren handelt es sich bei den vorliegenden Daten um eine der bislang umfangreichsten Analysen zur Schmerzepidemiologie. Obgleich die Daten auf Selbstberichten beruhen, hebt Professor Dr. Jonas Tesarz von der Universitätsmedizin Mainz hervor: »Die methodische Stärke der Studie liegt vor allem darin, sehr unterschiedliche vorhandene Datensätze so zu harmonisieren, dass sich Schmerz erstmals in dieser Größenordnung über Länder und Altersgruppen hinweg vergleichen lässt.«