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Pharmaindustrie
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Stada bereitet Milliarden-Börsengang im Herbst vor

Der erste Anlauf scheiterte an Börsenturbulenzen wegen Trumps Zöllen, nun wagt der Pharmakonzern einen neuen Versuch. Stada-Chef Goldschmidt setzt auf ein stabiles Umfeld – und sieht einen Vorteil.
AutorKontaktdpa
Datum 28.08.2025  10:36 Uhr

Wachstum mit Übernahmen

Im ersten Halbjahr hat Stada von wachsenden Geschäften besonders bei Spezialmedikamenten profitiert. Bei rezeptfreien Arzneien, die unter einer schwachen Erkältungssaison litten, sowie Nachahmermitteln konnte Stada dagegen wenig zulegen. Insgesamt stieg der Umsatz währungsbereinigt um sechs Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro und der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um fünf Prozent auf 481 Millionen Euro.

Stada war schon in den vergangenen Jahren auch dank einer Serie von Übernahmen gewachsen, hat dabei aber rund 5,7 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Um für Investoren attraktiver zu werden, hatte das Unternehmen sein Russlandgeschäft abgespalten – es galt als Belastung für die Verkaufspläne. Bei einem Börsengang würde sich die Verschuldung von Stada nach Goldschmidts Worten etwa halbieren.

Stada wurde 1895 in Dresden als Genossenschaft der Apotheker gegründet. Stada ist die Abkürzung für Standardarzneimittel Deutscher Apotheker.

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