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Insekten
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Spinnenliebe geht durch die Beine

Spinnenmänner haben zwar keine Nase – und doch finden sie die richtige Partnerin über den Geruchssinn. Forschende haben nun entdeckt, dass sie mit den Beinen riechen können.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 21.02.2025  07:00 Uhr

Obwohl einige Spinnenarten für ihren Vibrationssinn oder ihr Sehvermögen bekannt sind, war es lange ein Rätsel, wie sie Gerüche wahrnehmen. Bis Forschende dahinterkamen, dass Spinnen ihre Beine als Nase verwenden. Zumindest männliche Spinnen. Sie haben nämlich Geruchshaare, sogenannte Wandporen-Sensillen, an ihren Beinen, um die Sexualpheromone weiblicher Spinnen aufspüren zu können. Weibchen setzen Pheromone gasförmig frei.

Diese Sensillen befinden sich gut versteckt nahe am Körper am oberen Teil der Beine des Männchens. Diese Stelle kommt kaum mit einer anderen Oberfläche in Berührung – weder beim Laufen noch beim Beutefang oder bei der Paarung. Im Gegensatz zu den Spitzenporen-Sensillen der Spinnen, die sich im unteren Teil der Beine befinden und vermutlich für den Geschmack zuständig sind.

Die sensiblen Geruchshaare fanden die Forschenden in einer vergleichenden Untersuchung von 19 Spinnenarten immer nur bei den Männchen, jedenfalls bei den allermeisten Arten. Das deutet darauf hin, dass sich die Geruchswahrnehmung über Sensillen unabhängig von anderen Spinnengruppen und Insekten entwickelt hat.

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Geruchssinn

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