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Versorgung
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Sozialverband: Apothekensterben gemeinsam stoppen 

Das Apothekensterben dauert an. Weil der Trend die Versorgung schwächt und am Ende mehr Gesundheitsrisiken für alle nach sich zieht, sollten alle mit anpacken, um ihn zu stoppen. Dies fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD).
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 30.07.2025  15:00 Uhr

Dass die Lage vieler Apotheken düster ist, hat inzwischen auch die Politik erkannt und will zur Apothekenstärkung beitragen. Schon vor den konkreten Plänen etwa zur Honoraranpassung wurde gefühlt unablässig beteuert, wie wichtig die Apotheken für die Versorgung sind. 

Erste Anlaufstelle seien Apotheken darüber hinaus auch für gesundheitliche Fragen, betonte nun die Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier. Engelmeier verwies gegenüber der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (NOZ) auf die besonders dramatische Lage im ländlichen Raum. »Wenn Apotheken schließen, bedeutet das für viele Menschen: längere Wege, weniger Beratung und im Zweifel auch ein Gesundheitsrisiko.«

Engelmeier forderte gegenüber dem Blatt ein koordiniertes Vorgehen zum Erhalt der wohnortnahen Arzneimittelversorgung. Die Schließungen träfen vor allem ältere, chronisch kranke oder mobilitätseingeschränkte Menschen. »Dieser Negativentwicklung müssen alle Akteure eng abgestimmt im Sinne der Betroffenen entgegensteuern«, forderte die SoVD-Chefin.

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