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Laumann bei Noweda
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»Sollten alles dafür tun, Apotheken zu stärken«

Bei einem Besuch in der Essener Noweda-Zentrale informierte sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) über die Lage von Apotheken und Großhandel und bewarb das NRW-Honorarmodell eines Versorgungszuschlags für die Apotheken.
AutorKontaktPZ
Datum 02.02.2026  14:30 Uhr

NRW hat im Bundesrat unlängst einen eigenen Vorschlag zur Honorarreform gemacht, nämlich, die Apotheken mit einem Versorgungszuschlag vor allem in der Fläche zu stärken. Dies nahm NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei seinem Besuch bei der Apothekergenossenschaft Noweda in Essen auf. Wie der Großhändler mitteilte, stimmten Noweda-Chef Michael Kuck und Vertriebsvorstand Udo Harneit dem Minister zu, dass die geplante Verhandlungslösung, wie sie die aktuellen Reformpläne vorsehen, »keine ausreichende Planungssicherheit böten«.

Dass sie zunächst durch eine Rechtsordnung der Bundesregierung umgesetzt werden müssten, sei nicht zielführend. Laumann plädierte dafür, einen selbstverhandelten Versorgungszuschlag »als zusätzlichen Vergütungsbaustein im Sozialgesetzbuch (SGB) V festzuschreiben«. Damit bliebe der Status quo »als Rückfalllinie« erhalten.

Kuck schilderte gegenüber dem Minister und dem Landtagsabgeordneten Günther Bergmann die Schmerzpunkte im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Dieses führe seinen Titel »ad absurdum«, so lange die Reform keine Honoraranpassung vorsehe, so Kuck. »Dabei ist genau dieser Punkt ausschlaggebend, wenn es um die Verbesserung der angespannten wirtschaftlichen Situation der Apotheken geht. Apotheken brauchen dringend faire und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen.« Auch die PTA-Vertretungsidee sei abzulehnen. Kuck betonte, man begrüße den Einspruch der Länder hierzu ausdrücklich.

Mehrwert durch mehr Apothekenleistungen

Das sah auch Laumann so. »Die Apotheken spielen eine wichtige Rolle in der flächendeckenden Gesundheitsversorgung in Deutschland. Wir sollten alles dafür tun, sie zu stärken«, sagte er. Welchen Mehrwert die Apotheken für die Versorgung erbringen könnten, etwa durch mehr Impfen, Diagnostik oder Unterstützung bei der Hilfsmittelversorgung, erläuterten Kuck und Harneit anschließend. Auch die digitale Anbindung der Apotheken und mithin das Portal IhreApotheken.de, das von der Noweda getragen wird, kamen zur Sprache.

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