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Malaria
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So befällt Plasmodium falciparum rote Blutkörperchen

Forschende aus der Schweiz und aus Australien haben den Mechanismus entschlüsselt, wie der Malaria-Erreger Plasmodium falciparum rote Blutkörperchen befällt. Die Studienergebnisse könnten als Ansatzpunkt dienen, um zukünftig neue Medikamente und Impfstoffe gegen das Blutstadium zu entwickeln.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 04.04.2024  16:48 Uhr

Grundlage für neue Therapien?

Die Studienergebnisse könnten auch für die Entwicklung neuer Malariaimpfstoffe nützlich sein. »Die Entdeckung der Schlüsselfunktion von CyRPA bei der Invasion von Wirtszellen unterstützt das Konzept, CyRPA als Ziel für einen Impfstoff gegen das Blutstadium klinisch zu testen«, so Professor Dr. Gerd Pluschke vom Swiss TPH.  Bislang gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Blutstadium der Malaria.

Auch mit Blick auf die zunehmenden Arzneimittelresistenzen gäben die Ergebnisse »Anlass zur Hoffnung auf dringend benötigte neue Malariamedikamente«, wie Jennings betont. »Die essenzielle Bindungsaktivität von CyRPA an ein spezifisches Glykan bestätigt CyRPA auch als Wirkstoffziel und wir haben in unserer Studie gezeigt, dass kleinmolekulare Inhibitoren, die in diese Funktion eingreifen, die Malariareplikation hemmen können«. Um etwaige Arzneistoffkandidaten zu entwickeln, ist allerdings noch weitere Forschung notwendig.

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