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Börse
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Sind Aktiengeschäfte noch seriös?

Der DAX schwankt – die Verunsicherung der Anlegerinnen und Anleger steigt. Die Hintergründe der aktuellen Situation an der Börse erläutert eine Apobank-Expertin im Anlage-Podcast des Kreditinstituts. 
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 28.03.2025  16:00 Uhr

Die Börse ist eine Mischung aus Fakten und Psychologie. Das betonte Sarah Schalück, Client Portfolio Managerin der Apotheker- und Ärztebank (Apobank), im Anlage-Podcast des Kreditinstituts. Grundsätzlich rät sie Privatanlegern dazu, so viel Geld wie möglich in Aktien zu investieren. »Langfristig sind breit gestreute Aktien immer eine gute Investition gewesen«, stellte sie klar.

Die Kunst sei jedoch, bei den aktuellen DAX-Schwankungen ruhig zu bleiben. Denn auf die stärksten Aktientage folgten die schwächsten und umgekehrt. Doch die Apobank-Expertin kann die Verunsicherung vieler Kundinnen und Kunden nachvollziehen. Auch die Überlegung einiger, ihre Hände künftig ganz von Aktien zu lassen, weil sie Zweifel an der Seriosität dieser Geldanlage haben, kann Schalück durchaus nachvollziehen.

Ihrer Ansicht nach hilft es, wenn man die Gründe für die Berg- und Talfahrten an der Börse versteht. Zum einen fehlte in Deutschland lange Zeit ein Wirtschaftswachstum. Zum anderen sei die Bundesrepublik ein stark exportierendes Land. Und nur 20 Prozent des DAX-Umsatzes würden hierzulande generiert. Die Schwankungen sind der Apobank-Expertin zufolge aber auf die Themen US-Handelskonflikt und Ukrainekrieg zurückzuführen. Damit verbunden sei eine Hoffnung auf Besserung, wo es um Erwartungen und damit um Psychologie gehe.

Hohe Dividenden sind nicht immer gut

Ist es überhaupt möglich, dass eine Aktie immer steigt? »Theoretisch ja«, sagt Schalück. Anlegerinnen und Anleger sollten sich aber eher die Frage stellen, wie zukunftsträchtig das Geschäftsmodell des Unternehmens ist, in das sie investieren. Mit anderen Worten: Wie viel Geld investiert es in eine Weiterentwicklung? Hohe Dividenden sind demnach nur ein Beleg dafür, dass es gut gewirtschaftet hat – nicht aber dafür, ob mit dem Geld auch eine Reinvestition stattgefunden hat. Daher gilt es laut Schalück genau hinzuschauen, wo die Ausschüttungen herkommen, sprich: ob sie erwirtschaftet wurden oder ob das Unternehmen dafür an seine Reserven gehen musste. Generell hält sie die Beteiligung an realen Unternehmen weiterhin für einen richtigen und profitablen Weg.

Da Geldanlage-Strategien erklärungsbedürftig sind, verstärkt die Apobank ab April ihr Vermögensverwaltungsteam und holt Stefan Schüder, Thomas Wattenberg, Tarek Saffaf und John Henrik Stiebel ins Boot. Wie das Kreditinstitut heute mitteilte, soll sich mit den Neueinstellungen das Angebot für die Kundinnen und Kunden weiter verbessern, indem die Bank gezielter auf die individuellen Anliegen der Heilberuflerinnen und Heilberufler eingehen kann und ihnen maßgeschneiderte Lösungen anbieten kann.

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