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34 Millionen Versicherte
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Sieben Kassen starten E-Verordnung von Hilfsmitteln

Sieben Krankenkassen wollen in einem Pilotprojekt den Prozess der Hilfsmittel-Verordnung schon jetzt, drei Jahre vor der gesetzlich vorgesehenen Umstellung von Papier- auf elektronische Verordnungen, komplett digitalisieren. 
AutorKontaktPZ
Datum 06.11.2024  13:54 Uhr

Die AOK Bayern, Barmer, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, Hanseatische Krankenkasse, IKK classic und Techniker Krankenkasse wollen ihren insgesamt 34 Millionen Versicherten ab sofort ein komplett digitales Verfahren bei der Hilfsmittel-Verordnung zur Verfügung stellen.

Teilnehmende Versicherte sollen die elektronische Verordnung für ihr Hilfsmittel nach der Verschreibung durch ihre Ärztin oder ihren Arzt direkt auf ihr Smartphone erhalten. Sie benötigen dafür die entsprechende App ihrer Krankenkasse. Die Versicherten können die Verordnung dann in der App an Sanitätshäuser oder andere Hilfsmittelanbieter digital versenden, die Versorgungspartner ihrer Krankenkasse sind und am Projekt teilnehmen. An einer persönlichen Beratung, Anpassung und Abgabe vor Ort ändere sich nichts, beteuern die Kassen.

Erfolgreiche Tests im August und September

Schon drei Jahre vor der gesetzlich vorgesehenen Umstellung von Papier- auf elektronische Verordnungen soll der digitale Verordnungsprozess bereits jetzt angeboten werden, sagte Professor Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. »Nach den erfolgreichen Tests im August und September starten wir jetzt Schritt für Schritt mit der bundesweiten Umsetzung«, ergänzte Thomas Bodmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

Allein für orthopädische Hilfsmittel und Hilfsmittel der Reha-Technik würden jährlich mindestens 35 Millionen Papier-Verordnungen für die Versicherten der sieben Kassen ausgestellt, hieß es seitens der Kassen. 

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