Aufwärmen, warm genug anziehen und dann vor allem schieben statt schaufeln – mit diesen Tipps hat man gute Chancen, keine Rückenprobleme zu bekommen. / © Getty Images/photoschmidt 2021
Auch wenn man es eilig hat und ins Schwitzen kommt, sollte man sich eine Jacke oder einen Pullover anziehen. Beim Schneeschippen sollte die Rückenmuskulatur nämlich warm eingepackt und vollständig bedeckt sein, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).
Ebenso wichtig: Wer die Schaufel schwingt, sollte sich vorab aufgewärmt haben, also Rücken, Schultern und Arme etwas in Bewegung gebracht haben. Denn Schippen bedeutet eine starke Belastung für den Rücken. Ein «Kaltstart» kann gerade untrainierte Muskeln verletzen – etwa wenn wir uns ruckartig bewegen, falsch drehen oder besonders schwere Schneelasten heben. Wer Pech hat, bekommt eine Zerrung, Wirbelblockierung oder gar einen Hexenschusses.
Generell gilt: Wer beim Schippen dem Motto »schieben statt heben« folgt, macht viel richtig. Und wenn der Schnee am Ende doch auf den Haufen bugsieren werden muss? Dann kommt es auf die richtige Haltung an: Der Oberkörper bleibt beim Heben gerade, die Knie sind leicht gebeugt, rät die DGOU.
Sinnvoll ist auch, immer mal wieder den aktiven Arm zu wechseln. Diesen Tipp gibt die Aktion Gesunder Rücken (AGR), um eine einseitige Belastung von Bandscheiben und Muskulatur zu vermeiden.
Gut auch, wenn man eine ergonomische Schaufel zur Hand hat. Beim Kauf kann man laut AGR darauf achten, dass das Gerät leicht ist und eine aufrechte Arbeitshaltung möglich macht. Die Seitenwände der Schippe sind am besten angewinkelt, sodass der Schnee nicht seitlich herunterrutschen kann.
Einige Menschen dürfen das Schneeschippen allerdings guten Gewissens anderen überlassen. Zum Beispiel alle, die in den vergangenen drei Monaten an der Wirbelsäule operiert worden sind, so die DGOU. Auch Herzpatientinnen und -patienten sollten im Idealfall nicht selbst zur Schippe greifen, lautet der Rat der Deutschen Herzstiftung. Wer diese Aufgabe keiner anderen Person übertragen kann, sollte Pausen einlegen und darauf achten, den Körper nicht zu überlasten.