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Analysen
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RSV-Impfung verhindert Hospitalisierungen

Eine Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) schützt Senioren vor Krankenhausaufenthalten, zeigt eine Studie aus den USA. Einer Untersuchung aus Kanada zufolge sind RSV-Impfprogramme aber nicht immer kosteneffektiv.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 10.09.2024  15:38 Uhr
»Wahrscheinlich kosteneffektiv« bei Grunderkrankungen

»Wahrscheinlich kosteneffektiv« bei Grunderkrankungen

Inwieweit das RSV-Impfprogramm bei Senioren auch kosteneffektiv ist, hat ein Wissenschaftlerteam aus Kanada untersucht. Hierfür entwickelte die Gruppe um Ashleigh R. Tuite vom Zentrum für Immunisierungsprogramme der kanadischen Gesundheitsbehörde ein Modell zur Bewertung der Kostenwirksamkeit von Impfprogrammen in verschiedenen Altersgruppen mit unterschiedlichem medizinischen Risiko. Hierbei konzentrierten sich die Forschenden auf Erwachsene im Alter ab 50 Jahren und analysierten eine Kombination aus alters- und/oder risikoabhängigen Impfstrategien.

Obwohl alle Impfstrategien eine medizinisch bedingte RSV-Erkrankung verhinderten, waren universelle altersbasierte Strategien im Vergleich zu risikobasierten Strategien nicht kosteneffizient, berichtet das Team im »Canadian Medical Association Journal«. Die Impfung von Erwachsenen ab 70 Jahren mit einer oder mehreren chronischen Erkrankungen war die optimale Strategie, um kosteneffizient zu sein. Das Fazit der Forschenden: »RSV-Impfprogramme sind für einige Gruppen älterer Kanadier mit Grunderkrankungen wahrscheinlich kosteneffektiv.«

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