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Blutspende-Knappheit
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Rote Blutzellen aus der Retorte

Spenderblut ist ein kostbares Gut. Immer wieder wird zu Blutspenden aufgerufen, weil der Bedarf teilweise nur schwer zu decken ist. Könnte diese Versorgungslücke mit künstlich gezüchtetem Blut geschlossen werden? Erste Erfolge geben Anlass zur Hoffnung.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 08.11.2022  13:30 Uhr
Neue Blutquelle, weniger Transfusionen

Neue Blutquelle, weniger Transfusionen

Die leitenden Wissenschaftler zeigen sich enthusiastisch. So sagt die Professorin für Zellbiologie an der Universität Bristol und Direktorin der NIHR-Blut- und Transplantationsabteilung für Erythrozytenprodukte Ashley Toye: »Diese herausfordernde und aufregende Studie ist ein großer Schritt für die Herstellung von Blut aus Stammzellen. Dies ist das erste Mal, dass im Labor gezüchtetes Blut von einem allogenen Spender transfundiert wurde, und wir sind gespannt, wie gut die Zellen am Ende der klinischen Studie abschneiden.«

Ihr Kollege, der Professor für Transfusionsmedizin Cedric Ghevaert, sagt in der Pressemitteilung: »Wir hoffen, dass unsere im Labor gezüchteten roten Blutkörperchen langlebiger sind als die von Blutspendern. Falls unsere Studie, die erste dieser Art weltweit, erfolgreich ist, bedeutet dies, dass Patienten, die derzeit regelmäßig und langfristig Bluttransfusionen benötigen, in Zukunft weniger Transfusionen benötigen werden, was zu einer Verbesserung ihrer Versorgung beitragen wird.«

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