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Studie
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Rolle der Krankenkassen sorgt bei EPA für Skepsis

Die elektronische Patientenakte (EPA) wird bisher kaum genutzt. Laut einer Studie gibt es viele Missverständnisse rund um die digitale Infrastruktur, auf der die Akte basiert – vor allem die Rolle der Krankenkassen sorgt für Skepsis. 
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 09.08.2023  11:00 Uhr

Forschende fordern unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten

Außerdem fordern die Forschenden, dass es unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten auf die Akte geben sollte, beispielsweise auch über Desktop-Anwendungen, sodass Menschen ohne Smartphone die Dienste ebenfalls nutzen können. Die Tatsache, dass Versicherte Einträge aus ihrer Akte löschen können, sorgte für gemischte Gefühle unter den Befragten. Zum einen begrüßten sie die Kontrolle über die eigenen Daten. Zum anderen sahen sie auch Missbrauchspotenzial: Beispielsweise könne sich jemand dasselbe Medikament von zwei Ärzten verschreiben lassen und die Informationen darüber löschen. Die Bundesärztekammer empfiehlt aus diesem Grund bereits, dass Arztpraxen mit Zugriff auf die elektronische Patientenakte automatisch eine lokale Kopie von dieser speichern sollten.

Darüber hinaus schlägt das Forschungsteam vor, dass die elektronische Patientenakte in einem medizinischen Notfall leichten Zugriff auf die Daten ermöglichen sollte, da Patientinnen und Patienten selbst dann nicht mehr in der Lage sein könnten, Zugriff zu gewähren. 

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