| Jennifer Evans |
| 27.05.2024 07:00 Uhr |
Wichtig ist demnach vor allem, wie wir uns selbst einen sozial interaktiven Roboter vorstellen. Soll er sich verhalten und aussehen wie wir oder soll er nur bestimmte Aufgaben von uns übernehmen? Für die Wissenschaftlerin ist klar, dass diese Fragen nur interdisziplinär zu beantworten sind – mit Soziologen, Anthropologen, Psychologen, Philosophen, Neurowissenschaftlern und Künstlern. Und nicht allein denen überlassen sein sollte, die sie designen, bauen und programmieren. Denn in dem Fall sei die Fähigkeit der Roboter, kulturelle Normen auszudrücken oder darauf einzugehen, zwangsläufig durch die Prägung ihres Schöpfers eingeschränkt.
Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Roboter waren in der Vergangenheit vornehmlich in den USA und Japan ein Thema. Dort also, wo die Maschinen zum großen Teil auch entwickelt werden. Umso wichtiger erscheint es aus Sicht der Forschung, künftig alle Länder einzubeziehen.