Rund 237.000 Influenzainfektionen wurden dem RKI in dieser Grippesaison gemeldet. / © Getty Images/Boris Zhitkov
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Grippewelle 2025/2026 in seinem aktuellen ARE-Bericht für beendet erklärt. Insgesamt dauerte sie rund 15 Wochen – von Dezember 2025 (KW 48) bis Anfang März 2026 (KW 10) – und damit eine Woche kürzer als in der vorangegangenen Saison (16 Wochen, KW 51/2024 bis KW 14/2025).
Eine Grippewelle beginnt laut RKI-Definition, wenn jede fünfte im Nationalen Referenzzentrum für Influenzaviren untersuchte Probe Influenza‑A- oder -B‑Viren enthält. Die Proben stammen von Personen, die wegen Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion eine der rund 500 bis 800 Haus- und Kinderarztpraxen aufsuchen, die am RKI-Monitoring teilnehmen.
Da der Anteil positiver Grippetests – genauer: das untere Konfidenzintervall der Positivenrate – zwei Wochen in Folge unter 10 Prozent lag, gilt die Grippewelle in Deutschland seit der 10. Kalenderwoche 2026 als beendet. Auch ein Ende der RSV‑Welle zeichne sich ab, so das RKI.
Seit der 40. Kalenderwoche 2025 hat das RKI 236.853 labordiagnostisch bestätigte Influenzavirusinfektionen registriert. Rund 27 Prozent der Infizierten (63.249 Personen) mussten im Krankenhaus behandelt werden. In der Grippesaison 2025/26 starben bisher 1922 infizierte Menschen, 95 Prozent davon waren mindestens 60 Jahre alt. Zum Vergleich: In der Grippewelle 2024/2025 wurden mit 389.403 bestätigten Influenzafällen zwar mehr Erkrankungen gemeldet, allerdings mit 1754 etwas weniger Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza.
Das Infektionsgeschehen wurde in dieser Saison überwiegend von Influenza‑A(H3N2)-Viren bestimmt, die 71 Prozent der Nachweise ausmachten, gefolgt von A(H1N1)pdm09‑Viren mit 28 Prozent. Influenza‑B‑Viren wurden nur vereinzelt festgestellt.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) ist in den meisten Überwachungssystemen weiter rückläufig und wird zunehmend durch Erkältungsviren wie humane saisonale Coronaviren geprägt, so das RKI. Dennoch zirkulieren weiterhin Influenzaviren und RSV.
In der 12. KW 2026 stieg die ARE‑Aktivität im Vergleich zur Vorwoche leicht an und lag damit wieder auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum für Influenzaviren wurden in der 12. KW 2026 in 53 der 79 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Vorherrschend waren humane saisonale Coronaviren (20 Prozent) und Respiratorische Synzytialviren (14 Prozent), gefolgt von Rhinoviren und Influenza‑A‑Viren (jeweils 11 Prozent).