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Bundesärztekammer
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Reinhardt bleibt Ärztepräsident – mit knappem Ergebnis

Klaus Reinhardt spricht auch in Zukunft als Ärztepräsident für die 550.000 Mediziner in Deutschland. Doch seine Wiederwahl war knapp. Seine Herausforderin Susanne Johna wurde zur Vizepräsidentin der Bundesärztekammer gewählt.
AutorKontaktdpa
Datum 19.05.2023  10:30 Uhr

Johna fordert Bürokratieabbau

Kritiker hatten ihm vorgeworfen, dass die Bundesärztekammer unter seiner Führung zu wenig in wichtigen Strukturfragen der Gesundheitspolitik bewegt habe. Reinhardt entgegnete in seiner Bewerbungsrede, die Corona-Pandemie habe in den vergangenen Jahren alles überlagert. »Glauben Sie mir: So hatte ich mir meine Präsidentschaft vor vier Jahren nicht vorgestellt.«

Seine Gegenkandidatin Susanne Johna wäre die erste Frau an der Spitze der Bundesärztekammer gewesen. Die 57-Jährige hatte in ihrer Bewerbungsrede gefordert, die Mediziner müssten sich stärker mit konkreten und abgestimmten Vorschlägen in die Gesundheitspolitik einmischen. »Dann wird auch die Politik an unseren Vorschlägen nicht mehr vorbeikommen.«

Unter anderem forderte sie einen massiven Abbau von Bürokratie. Derzeit verbrächten Ärzte drei Stunden am Tag »mit Dokumentationswahnsinn«. »Dafür sind wir nicht Ärztinnen und Ärzte geworden. Wir wollen Patienten versorgen«, sagte sie. Der viertägige Ärztetag geht am heutigen Freitag zu Ende.

 

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