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Card-Link
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Redcare Pharmacy erhält Zulassung

Das umstrittene Card-Link-Verfahren soll ein besonders bequemes Einlösen von E-Rezepten ermöglichen. Nach dem Versandriesen Doc Morris hat jetzt auch »Redcare Pharmacy« eine Zulassung von der Gematik erhalten. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 23.04.2024  16:50 Uhr

Das niederländische Unternehmen »Redcare Pharmacy« betreibt mit der »Shop Apotheke« Deutschlands umsatzstärkste Onlineapotheke. Jetzt hat der Versandriese von der Gematik eine Zulassung für das Card-Link-Verfahren erhalten.

Nach Doc Morris kann damit eine weitere Online-Apotheke das Verfahren einsetzen, bei dem das E-Rezept mit der elektronischen Gesundheitskarte (EGK) und einer Smartphone-App eingelöst wird. Redcare will jetzt alle technischen und organisatorischen Maßnahmen ergreifen, damit das Verfahren bis Anfang Mai in die »Shop-Apotheke«-App integriert ist und den Kunden zur Verfügung gestellt werden kann.

»Dies ist ein bedeutender Meilenstein sowohl für Redcare Pharmacy als auch für die grundlegende digitale Transformation der Gesundheitslandschaft in Deutschland«, teilte Redcare-CEO Olaf Heinrich in einer Pressemitteilung mit. »Endlich kommen alle Vorteile, die das digitalisierte Rezept mit sich bringt, den Patientinnen und Patienten zu Gute. Mit der elektronischen Gesundheitskarte, einem Smartphone und unserer App können sie ihr Rezept jederzeit und von jedem Ort aus einlösen.« 

Das Card-Link-Verfahren ist aus Gründen der Datensicherheit umstritten. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) setzte das Verfahren im März gegen die Stimmen aller anderen Gesellschafter der Gematik mit seiner eigenen Mehrheit durch. Der Versandhandel setzt dagegen große Hoffnungen auf das Verfahren, da es den Kundinnen und Kunden ein besonders bequemes Bestellen von Rx-Arzneimitteln ermöglichen soll. Auch Redcare-CEO Heinrich sieht durch die neue Technik »erhebliche Wachstumschancen« für sein Unternehmen. 

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