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Freie Apothekerschaft
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Rechtswidrige Arzneimittelangebote im Netz gelöscht

Die Freie Apothekerschaft meldet juristische Erfolge. Auf ihr Betreiben entfernte die Verkaufsplattform Ebay eine Reihe rechtswidriger Medikamentenangebote und sanktionierte deren Verkäufer. Zudem nahm Facebook die Gruppe »Medikamentenflohmarkt« vom Netz.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 13.01.2025  08:00 Uhr

Wie die Freie Apothekerschaft (FA) am Donnerstag mitteilte, habe die Verkaufsplattform Ebay verschreibungspflichtige Medikamente wie Fentanyl oder Scopoderm veräußert. Das ist nach dem Arzneimittelgesetz verboten und strafbar. Der Verkauf von Rx-Arzneimitteln ist Aufgabe der Apotheken.

Die FA habe reagiert, um die Verbraucher vor illegalem Arzneimittelverkauf im Netz zu schützen, hieß es. Mit Erfolg – denn nach Angaben der Freien Apothekerschaft löschte Ebay die rechtswidrigen Angebote bereits am 17. Dezember und sanktionierte die Verkäufer.

Aus dem Netz entfernt wurde laut der Mitteilung inzwischen auch die Facebook-Gruppe »Medikamentenflohmarkt – Medikamente & Hilfe«. Die FA hatte im Herbst eine Rechtsanwaltskanzlei damit beauftragt, gegen die Facebook-Gruppe vorzugehen, über die Privatleute Rx-Arzneimittel verkaufen und kaufen konnten. Die rechtswidrige Facebook-Gruppe wurde inzwischen gelöscht, hieß es.

Nach Einschätzung von Daniela Hänel, 1. Vorsitzende der Freien Apothekerschaft, ist diesen Löschungen »aus Sicht des Verbraucherschutzes eine große Bedeutsamkeit beizumessen«. In der Facebook-Gruppe sowie auf Ebay seien unter Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz verschreibungspflichtige Medikamente – teilweise auch an minderjährige Abnehmer – verkauft worden.

Ebay reagiert erst auf Druck

Als »unbefriedigend« bezeichnete Hänel es allerdings, dass Ebay Hinweise von Apothekerinnen und Apothekern auf rechtswidrige Arzneimittelangebote nicht ernst genug nehme. Der Kundenservice lasse die Angebote weiter online. »Beim Einschalten unserer Kanzlei gehen Löschungen deutlich zügiger. Aus diesem Grund sehen wir einen dringenden Gesprächsbedarf mit der Geschäftsführung von Ebay«, betonte Hänel.

 

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