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Adexa
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PTA und PKA verdienen weit unter dem Durchschnitt

Laut der Apothekengewerkschaft Adexa verdienen PTA und PKA deutlich weniger als der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt. Damit gehören sie zu den Berufsgruppen, deren Vergütung der hohen Verantwortung und Qualifikation nicht gerecht wird.
AutorKontaktPZ
Datum 01.04.2026  16:24 Uhr

Laut den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verdienten Vollzeitbeschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung im April 2025 deutschlandweit im Durchschnitt 4.125 Euro brutto im Monat. Im Vergleich dazu schneiden viele Apothekenberufe mit spezialisierter Ausbildung deutlich schlechter ab, beklagt die Adexa in einer Mitteilung.

»So sieht der Gehaltstarifvertrag mit dem ADA (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken) für PTA im ersten und zweiten Berufsjahr ein Einstiegsgehalt von 2.646 Euro vor«, teilt die Apothekengewerkschaft mit.

Selbst nach 15 Jahren liege das Monatsgehalt bei 3.267 Euro – »trotz hoher Qualifikation und großer Verantwortung«. Die Gehälter würden denen handwerklicher Berufe wie Friseurinnen und Friseure (2.470 Euro) oder Fleischerinnen und Fleischer (3.266 Euro) ähneln. PKA würden sich – im Tarifbereich des ADA – mit einem Einstiegsgehalt von 2.375 Euro sogar nur knapp über Mindestlohnniveau bewegen.

Einkommenslücke auch bei Approbierten

Auch Apothekerinnen und Apotheker verdienen laut Adexa weniger als der bundesweite Durchschnitt für Beschäftigte mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Das tarifliche Einstiegsgehalt für Apothekerinnen und Apotheker liegt laut der Gewerkschaft bei 4.166 Euro, nach elf Jahren im Beruf bei 4.922 Euro. Laut Destatis betrug der durchschnittliche Verdienst mit einem Bachelorabschluss 5.289 Euro, mit einem Masterabschluss waren es rund 1.730 Euro mehr (7.019 Euro). Bei promovierten oder habilitierten Beschäftigten lag der durchschnittliche Verdienst bei 9.476 Euro.

Niedrige Löhne verschärfen Fachkräftemangel

»Apothekenangestellte sichern täglich, auch im Nacht- und Notdienst, die Arzneimittelversorgung und beraten Patientinnen und Patienten unter hoher Verantwortung. Diese Leistung muss sich endlich auch im Gehalt widerspiegeln«, so die Gewerkschaft. 

Die »niedrige Vergütung« würde den Fachkräftemangel verschärft. Nachwuchskräfte würden sich gegen Apothekenberufe entscheiden und erfahrene Beschäftigte würden in besser bezahlte Bereiche abwandern. »Damit gerät die flächendeckende Versorgung unter Druck.« Laut der aktuellen Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit gehören Apotheker zu den sogenannten »Engpassberufen«. Bei den PTA sieht es nur etwas besser aus – der Beruf ist zwar seit Kurzem kein Engpassberuf mehr, steht aber weiterhin »unter Beobachtung«.

Die Adexa fordert eine Personalumlage: »Zusätzliche Mittel aus der im Koalitionsvertrag versprochenen Anhebung des Fixums dürfen nicht ins Leere laufen, sondern müssen gezielt bei den Beschäftigten ankommen.« Die Bundesregierung aus SPD und Union (CDU/CSU) hat im Koalitionsvertrag eine Fixumserhöhung für die Apotheken vereinbart. Dieses liegt aktuell bei 8,35 Euro und soll auf 9,50 Euro erhöht werden.

Die Personalumlage soll laut Adexa zweckgebunden für bessere Gehälter und Ausbildungsvergütungen eingesetzt werden und dort wirksam werden, wo Apotheken tarifgebunden sind. »Ein finanzieller Spielraum, der für dauerhaft bessere Arbeits- und Vergütungsbedingungen sorgt, ist überfällig.«

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