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Völker-Schule Osnabrück
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PTA-Anerkennungskurs kann beginnen – mit Hürden

Die Völker-Schule Osnabrück kann ihren neuen Vorbereitungskurs für das Anerkennungsverfahren zugewanderter PTA starten. Sie hat eine Zertifizierung gemäß der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) erhalten, sodass die Kosten des Kurses von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Ein paar Hindernisse gibt es jedoch immer noch.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 07.08.2025  08:00 Uhr

Es war ein langer Prozess, die AZAV-Zertifizierung zu erhalten. Doch Lina Kalmer, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Völker-Schule Osnabrück, hat das geschafft. Die Schule hat die Zertifizierung erhalten und diese gilt für die kommenden drei Jahre. Durch die AZAV-Zertifizierung werden die Kosten des Kurses von der Agentur für Arbeit übernommen. Der Podcast PZ Nachgefragt widmete sich diesem Thema in der Folge »PTA-Anerkennungskurs in Gefahr«.

»Ich bin sehr erleichtert und stolz, dass wir diesen wichtigen Meilenstein erreicht haben. Die AZAV-Zertifizierung ist nicht nur ein formeller Nachweis unserer Qualität, sondern auch ein großer Vertrauensbeweis für unsere Arbeit«, sagt Kalmer gegenüber der PZ. »Besonders erleichtert bin ich, dass alle Bewerber nun mit dem Kurs beginnen können und ihrem Ziel der Berufsanerkennung in Deutschland ein Stück näherkommen.«

Nächster PTA-Anerkennungskurs am Start

Der nächste Kurs soll am 18. August pünktlich beginnen. »Sie können ohne Verzögerung mit ihrer Weiterbildung beginnen, was gerade im Hinblick auf berufliche Perspektiven und persönliche Entwicklung entscheidend ist«, so Kalmer.

Es gibt jedoch noch einige Herausforderungen. Ziel sei es, den Kurs mit 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu starten. Wie die stellvertretende Vorstandsvorsitzende mitteilte, warten jedoch mehrere Bewerberinnen und Bewerber noch auf die Zustimmung zur Kostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit.

Auf Anfrage der PZ nennt Kalmer einige weitere Hürden. So durfte ein Teilnehmer aus Bayern beispielsweise laut Bescheid nicht an einer hybriden Maßnahme teilnehmen, die in Niedersachsen angesiedelt sei. Ein weiterer Teilnehmer habe sein Visum nicht rechtzeitig erhalten und müsse nun ein weiteres Jahr warten. Eine andere Bewerberin wiederum konnte schlichtweg keinen Termin beim zuständigen Jobcenter bekommen.

Anderen werde von der Bundesagentur für Arbeit geraten, die komplette PTA-Ausbildung von vorn zu beginnen. »Obwohl sie bereits relevante Vorerfahrung mitbringen«, sagt Kalmer. In manchen Bundesländern werde zudem auf unzureichende Mathematikkenntnisse verwiesen und die Empfehlung ausgesprochen, zunächst einen Grundkurs zu absolvieren.

»Trotz dieser Hürden freuen wir uns sehr über die bisherigen Zusagen.« Die bislang fest angemeldeten Teilnehmenden kommen aus unterschiedlichen Ländern. Unter anderem aus Bosnien und Herzegowina, dem Irak, dem Kosovo, Marokko, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Syrien und der Ukraine. »Diese internationale Zusammensetzung ist eine große Bereicherung für den Kurs und spiegelt zugleich die gesellschaftliche Relevanz unserer Maßnahme wider«, sagt Kalmer.

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