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Honorarankündigung
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Preis will Warkens Kurs stützen

ABDA-Präsident Thomas Preis hat die konkrete Versicherung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), dass das im Koalitionsvertrag verankerte Fixum von 9,50 Euro im Frühjahr per Verordnung kommt, begrüßt. Man werde den Kurs der Ministerin stützen.
AutorKontaktPZ
Datum 27.02.2026  15:20 Uhr

Warken hatte im Bundestag versichert, dass sie sich an den Koalitionsvertrag halten und die Anpassung umsetzen werde. Während der heutigen ersten Lesung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) hatten weitere Abgeordnete sich für eine Apothekenstärkung durch ein erhöhtes Honorar ausgesprochen.

»Dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und andere wichtige Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsfraktionen am heutigen Freitag im Bundestag nun sehr konkret eine Anpassung unseres Fixhonorars per Verordnung versprochen haben, begrüßen wir sehr«, so ABDA-Präsident Thomas Preis in einer ersten Reaktion.

Man werde »die Bundesregierung bei diesem Vorhaben bestärken und ihr auch in der Argumentation gegen politische Widerstände den Rücken stärken«, kündigte Preis an. Weil die Ankündigung bislang nicht umgesetzt wurde, planten die Apotheken erneut bundesweite Proteste. 

Alle 20 Stunden schließt eine Apotheke

Preis begrüßte zudem, dass sich nun die Bundestagsabgeordneten mit dem Gesetz und mit der Lage der Apotheken befassten. Dafür sei es »höchste Zeit«. Das Apothekensterben gehe angesichts von nunmehr 13 Jahren Honorarstillstand »ungebremst weiter – alle 20 Stunden muss inzwischen eine Apotheke für immer schließen«, beklagte Preis. »Die Wege für unsere Patientinnen und Patienten werden damit immer weiter und komplizierter.« Die angekündigte Apothekenstärkung sei mithin nachvollziehbar.

Das ApoVWG nimmt seinen weiteren Weg durch das parlamentarische Verfahren und wird am kommenden Mittwoch, 4. März, im Gesundheitsausschuss beraten.

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