Franziska Scharpf, Simone Borchardt und Thomas Preis (v.l.n.r.) sprachen über die Situation der Apotheken. / © Privat
ABDA-Präsident Thomas Preis und BAK-Vizepräsidentin Franziska Scharpf haben im Bundestag weitere wichtige Gespräche zur Apothekenreform geführt. Das geht aus einer Mitteilung der ABDA hervor. Am Rande der Anhörung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) haben Preis und Scharpf demnach mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt, sowie Tanja Machalet (SPD), Vorsitzende im Gesundheitsausschuss, insbesondere über die wirtschaftliche Situation der Apotheken gesprochen.
Am Mittwoch fand im Bundestag die Verbändeanhörung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) statt. Nach ABDA-Angaben nutzten Preis und Scharpf die Gelegenheit und sprachen am Rande der Sitzung mit der CDU-Politikerin Simone Borchardt über die noch offenen Punkte in der Apothekenreform. Konkret erinnerten Preis und Scharpf die CDU-Gesundheitsexpertin an die Aussagen im Koalitionsvertrag, nach denen das Fixhonorar der Apotheken nach 13 Jahren Honorarstillstand auf 9,50 Euro angehoben werden soll. Preis und Scharpf betonten demnach auch, wie wichtig jetzt die schnelle Erhöhung des Fixums und eine vernünftige, dauerhafte und regelhafte Verhandlungslösung mit Krankenkassen seien.
Auch im zweiten Gespräch mit der SPD-Gesundheitspolitikerin Tanja Machalet, die in dieser Legislaturperiode den Gesundheitsausschuss leitet, sprachen Preis und Scharpf über die prekäre wirtschaftliche Situation der Apotheken. Gleichzeitig warnten sie vor einer Abminderung wichtiger Qualitätsvorgaben für die Apotheken. Den in der derzeitigen Fassung der Apothekenreform vorgesehenen Neuregelungen, nach denen es Apotheken ohne Labore geben kann und nicht dauerhaft eine Apothekerin bzw. ein Apotheker in jeder Apotheke anwesend sein muss, erteilten Preis und Scharpf eine deutliche Absage. Sie sprachen mit den beiden Politikerinnen aus CDU und SPD auch darüber, wie die Apotheken in den Bereichen Früherkennung, Prävention und Impfungen mehr Versorgungsverantwortung übernehmen können.