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Jahresauftakt Apobank
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Preis: Politik von starken Apotheken überzeugen

Rund 400 Gäste aus den Bereichen Gesundheitswesen und Politik nahmen gestern am Jahresauftakt der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in Düsseldorf teil. Dies teilte die Bank in einer Pressemitteilung mit. Auch ABDA-Präsident Thomas Preis war dabei.
AutorKontaktPZ
Datum 13.01.2026  09:56 Uhr

Beim gesundheitspolitischen Jahresauftakt der Apobank in der Düsseldorfer Kunstsammlung K21 waren gestern mehrere Gäste aus Politik und dem Gesundheitswesen anwesend. Auch Thomas Preis war dabei. Für ihn sei es angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres nicht einfach, Zuversicht zu entwickeln. Es sei dennoch positiv, dass die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) den Dialog mit den Heilberufen suche.

»Diesen Dialog sollten wir in diesem Jahr nutzen, um das Beste für die Versorgung von Patientinnen und Patienten rauszuholen«, sagte Preis und fügte hinzu: »Das ist das Ziel, was uns einigt, und da müssen wir die Politik überzeugen, dass wir ein starkes Gesundheitssystem mit starken Ärztinnen und Ärzten und mit starken Apothekerinnen und Apothekern sind.« 

Schellenberg: »Gemeinsam an einem Strang ziehen«

In seiner Begrüßungsrede verwies Matthias Schellenberg, Vorstandsvorsitzender der apoBank, auf die vielen halbgaren Gesetze, offenen Baustellen und die Notwendigkeit eines entschlosseneren Vorgehens bei den gesundheitspolitischen Reformen, »denn ökonomisch stehen die Zeiger auf fünf vor zwölf«.

Die neue Bundesregierung sei seit acht Monaten im Amt, und die Phase des Sondierens sollte damit beendet sein. »Mehr entscheiden und weniger zögern sollte jetzt die Devise sein«, so Schellenberg. Perfekte Lösungen in einem komplexen System mit vielen Interessen seien unrealistisch. Deshalb sei es besonders wichtig, gemeinschaftlich zu handeln: »Nur wenn Politik, Heilberufler, Selbstverwaltung und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, lassen sich Versorgungssicherheit und Qualität langfristig stabilisieren.« Wer auf Perfektion warte, riskiere Stillstand.

Trotz der angespannten Lage warb der Apobank-CEO für eine Haltung der Zuversicht. Es gebe eine wichtige Voraussetzung, die Mut mache, und das sei die Bereitschaft zur Veränderung, die in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung zu spüren sei.

Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, nannte in diesem Zusammenhang die hausarztzentrierte Versorgung: »Damit haben wir bereits gezeigt, dass ein Primärarztsystem möglich ist und dass das nachweislich eine bessere und effizientere Versorgung für Patientinnen und Patienten bedeutet.«

Für den zahnärztlichen Bereich nannte Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, die Prävention als Erfolgsbeispiel. Sie steigere stetig die Mundgesundheit und lasse gleichzeitig kostenstabil arbeiten.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, zeigte sich optimistisch. Er habe keine Sorge, dass sich das Gesundheitswesen weiter gut entwickeln kann, mit all den vielen engagierten jungen Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind, die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu organisieren – so Reinhardt am Rande der Veranstaltung.

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