| Cornelia Dölger |
| 20.03.2026 11:40 Uhr |
Stephan Pilsinger (CSU) findet die Debatte über das Honorar zu emotional – das Thema sei in der Politik am falschen Ort, gehöre vielmehr in die Selbstverwaltung, wie es das ApoVWG ja auch vorsehe. / © Imago/dts Nachrichtenagentur
In wenigen Tagen wollen die Apotheken ein klares Signal nach Berlin senden und ihren Forderungen, die zugesagte Erhöhung des Fixums umzusetzen, mit Protesten in mehreren Städten sowie bundesweiten Apothekenschließungen Nachdruck verleihen. Politischer Rückenwind kommt aus den Ländern; die Gesundheitsministerinnen und -minister aus Berlin, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zeigen Verständnis für die Aktion.
Auch in der Bundespolitik, wo derzeit die Beratungen zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) laufen, kann man die Proteste nachvollziehen. Der Unions-Apothekenberichterstatter Stephan Pilsinger (CSU) ließ die PZ wissen, dass die Erhöhung des seit 13 Jahren stagnierenden Honorars überfällig sei. Die Apotheken müssten endlich entlastet werden.
Pilsinger bestätigte, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die im Koalitionsvertrag verankerte Erhöhung auf 9,50 Euro wie mehrmals angekündigt per Verordnung zeitgleich zum ApoVWG umsetzen wolle. »Das BMG hat auch mir gegenüber versichert, dass die Erhöhung zwar nicht im ApoVWG, aber in der parallel in Kraft tretenden Verordnung so kommt, wie wir es auch im Koalitionsvertrag sehr genau festgelegt haben«, so der Apothekenberichterstatter.
Teils werde die Debatte über das Honorar emotional geführt. In der Politik sei sie am falschen Ort, so Pilsinger. Genaue Vergütungssätze müssten die Vertragspartner der Selbstverwaltung selbst aushandeln, wie es mit dem ApoVWG ja auch vorgesehen sei. »So muss und wird es künftig auch laufen.«