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Niedersachsen
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Philippi hält Menstruationsurlaub für stigmatisierend 

Im Umgang mit Menstruationsbeschwerden im Job braucht es mehr Offenheit, fordert Niedersachsens Gesundheitsminister. Was hält Philippi von einem Menstruationsurlaub, wie es ihn anderswo gibt?
AutorKontaktdpa
Datum 08.01.2026  10:30 Uhr

Frauen mit starken Regelschmerzen sollten sich nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheits- und Arbeitsminister Andreas Philippi problemlos krankmelden können. »Wenn Frauen extrem darunter leiden, sollten sie zum Arzt gehen und dann auch krankgeschrieben werden«, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Dafür brauche es einen gesellschaftlichen Wandel.

»Wichtig ist, die Menstruation und die Begleiterscheinungen zu enttabuisieren. Vor allem Männer müssen verstehen, dass Menstruationsbeschwerden eine starke Einschränkung im Alltag bedeuten können«, sagte Philippi. »Frauen müssen sich in unserer Gesellschaft frei darin fühlen, sagen zu können: Es geht jetzt nicht mehr, die Bauchschmerzen oder der Schwindel sind so stark, dass ich krankgeschrieben werden muss.«

Menstruationsschmerzen: »Das hielte ich für stigmatisierend«

Einen sogenannten Menstruationsurlaub wie in Spanien oder Teilen Asiens halte er aber nicht für notwendig. »Menstruationsbeschwerden können sehr starke Schmerzen verursachen«, sagte Philippi. »Ich denke aber nicht, dass wir dafür einen gesetzlichen Menstruationsurlaub oder Extra-Kranktage brauchen. Das hielte ich für stigmatisierend.«

Philippi hat in diesem Jahr für Niedersachsen den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz inne. Im Juni kommen die Ministerinnen und Minister der Länder in Hannover zusammen.

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