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EU-Parlament
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Pharmaindustrie soll für Abwasserreinigung zahlen

Pharma- und Kosmetikfirmen sollen sich an den Kosten für die Abwasserreinigung beteiligen. Das EU-Parlament sieht eine Mitverantwortung bei Herstellern von Arzneimitteln und Kosmetika, weil ihre Produkte Wasser verschmutzen.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 06.10.2023  13:00 Uhr

Viele Mikroschadstoffe seien besonders durch kosmetische Produkte und Medikamente im Abwasser, die die Klärwerke nicht immer herausfiltern könnten. Das mache eine zusätzliche Behandlung nötig. Zudem soll es bessere Überwachung und Behandlung von Abwasser geben, was Schadstoffe und Krankheitserreger besser identifiziere und filtere.

Durch die neuen Vorgaben sollen Umwelt und Gesundheit von Menschen besser geschützt werden, hieß es. Bevor die neuen Regeln in Kraft treten können, müssen sich noch die EU-Staaten auf eine Position zu dem Vorhaben einigen. In einem letzten Schritt müssen Parlament und der Rat der EU-Staaten einen Kompromiss aushandeln.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der etwa die Interessen der Abwasserwirtschaft vertritt, bezeichnete den Vorschlag als Meilenstein der Gewässerpolitik. Er schaffe Anreize, um Verschmutzungen zu vermeiden und schütze Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kosten durch steigende Abwassergebühren.

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