Betacaroten schützt nicht vor Hautkrebs |
| 13.03.2000 00:00 Uhr |
Die regelmäßige Einnahme von Betacaroten schützt nicht vor Hautkrebs. Das berichteten jetzt Wissenschaftler, die Daten von über 20 000 Mediziner auswerteten.
Basalzellkarzinome und squamöse Zellkarzinome, die im allgemeinen unter dem Begriff nicht-melanome Hautkarzinome zusammengefasst werden, sind in den USA die häufigsten malignen Hautneubildungen unter der weißen Bevölkerung. Auch weltweit tritt diese Neoplasie immer öfter auf. Zwar führen nicht-malignome Hautkarzinome selten zum Tod, sie sind jedoch Ursache von Entstellungen, da sich die Läsionen meist im Gesicht, am Kopf oder dem Hals bilden.
Wahrscheinlich lösen UV-induzierte DNS-Mutationen die Karzinombildung aus. Es wird postuliert, dass antioxidative Vitamine diesen Prozess verhindern, da sie freie Radikale abfangen. Hierbei soll besonders b-Carotin nützlich sein. Studien zur Hautkrebs-protektiven Wirkung von b-Carotin sind bislang selten und lieferten widersprüchliche Ergebnisse.
Wissenschaftler versuchten daher mit Daten aus der Physicians' Health Study (PHS), einer großen, randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie mit insgesamt 22 071 gesunden Ärzten, den Stellenwert des Vitamins einzuschätzen.
Die Probanden nahmen über insgesamt zwölf Jahre jeden zweiten Tag 50 mg b-Carotin oder Placebo ein. Bei der Auswertung der Daten fanden die Wissenschaftler jedoch in der Verumgruppe keinen signifikanten, protektiven oder negativen Effekt von b-Carotin.
Quelle: Frieling, U. M., et al. Arch. Dermatol. 136 (2000) 179 - 184
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