| Theo Dingermann |
| 21.01.2026 09:00 Uhr |
Die NYT deutet den Trend zugleich als kulturelles Phänomen. Der riskante Peptidkonsum werde zur Manifestation eines technolibertären Weltbildes, das regulatorische Institutionen als Innovationsbremse wahrnimmt und individuelle Risikobereitschaft über den kollektiven Patientenschutz stellt.
Biohacking wird in der einschlägigen Comminity weniger als rationales Selbstexperiment denn als Ausdruck eines Glaubens an einen beschleunigten Fortschritt und an die persönliche Ausnahmestellung demonstriert. Politische Signale, etwa eine rhetorische Regulator-kritische Haltung in Teilen der US-Politik, verstärken diese Dynamik, ohne dass es bislang zu einer systematischen Deregulierung gekommen wäre.
Unter anderem setzte sich der US-amerikanische Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. für BPC-157 ein und behauptete, die FDA habe nützliche Peptide unterdrückt. Sein Freund Gary Brecka, der sich selbst als »ultimativen Menschen« (ultimate human) bezeichnet, argumentierte für Sermorelin und die Kombination aus CJC-1295 und Ipamorelin.