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Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Pelacarsen senkt Lipoprotein (a)

Hohe LDL-Cholesterol-Werte sind als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankung gut bekannt und medikamentös beeinflussbar. Das Lipoprotein (a) ist weniger geläufig, besitzt aber ebenso atherogene Effekte. Medikamentös sind die Werte bislang nur mäßig zu beeinflussen. Das könnte sich mit dem Antisense-Oligonukleotid Pelacarsen jedoch zukünftig ändern.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 12.03.2021  07:00 Uhr
RNA-i-Therapeutikum ebenfalls in der Pipeline

RNA-i-Therapeutikum ebenfalls in der Pipeline

Mittlerweile ist die große kardiovaskuläre Endpunktstudie Lp(a) HORIZON, an der insgesamt 7680 Patienten teilnehmen sollen, gestartet. Darin will Hersteller Novartis den Effekt einer monatlich applizierten Dosis von 80 mg Pelacarsen auf das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) im Vergleich zu Placebo untersuchen. Eingeschlossen werden Patienten mit kardiovaskulärer Vorerkrankung und erhöhten Lp(a)-Werten (≥  70 mg/dl). Ergebnisse soll es frühestens im Jahr 2024 geben.

Noch weiter in der Zukunft liegt ein weiterer Ansatz zur Lp(a)-Senkung mithilfe der RNA-Interferenz. Dabei führen RNA-Stücke, sogenannte small interfering RNA (si­RNA), im Organismus dazu, dass komplementäre mRNA selektiv abgebaut wird. Somit steht diese mRNA nicht mehr für die Proteintranslation zur Verfügung und die Menge des von ihr kodierten Proteins in der Zelle nimmt ab. Der Arzneistoffkandidat Olpasiran (AMG890) von Amgen arbeitet nach diesem Wirkprinzip und befindet sich derzeit in der klinischen Prüfung der Phase II.

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