Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

SPD-Jahresklausur
-
Pantazis: »Zusammenhalt ist keine abstrakte Idee«

Zum Beschluss der Jahresklausur seiner Partei äußert sich der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Christos Pantazis. Zur Apothekenreform äußert sich der Politiker jedoch nur am Rande. Auch in der Jahresklausur spielten Apotheken keine zentrale Rolle.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 12.01.2026  13:00 Uhr

Vergangene Woche tagte die SPD-Fraktion in ihrer Jahresklausur und fasste ihre Ziele für das Jahr 2026 zusammen. Die Partei sieht den Bericht mit dem Titel »Zusammen ist unsere Stärke« als Antwort auf »Spaltung, Ich-zuerst-Gehabe und das Recht des Stärkeren«. Auf vier Seiten werden mehrere soziale und wirtschaftliche Themen angesprochen, darunter auch die Herausforderungen des Gesundheitssystems.

»Gesundheit und Pflege sind genau dort spürbar, wo Politik den Alltag der Menschen unmittelbar berührt«, so die Meldung von Christos Pantazis. Wenn man selbst krank sei, Angehörige pflege oder auf Unterstützung angewiesen sei, zeige sich, was einen solidarischen Sozialstaat ausmache. Für den SPD-Politiker wird aus dem Beschlusspapier deutlich, dass Zusammenhalt keine abstrakte Idee ist, sondern im Gesundheits- und Pflegesystem »ganz konkret erlebbar« wird.

Die Fraktion will die Herausforderungen des Gesundheitssystems nicht mit Leistungskürzungen, sondern mit grundlegenden Strukturreformen begegnen. Die Apothekenreform und die anderen Reformprojekte – wie die Notfallreform, die Krankenhausreform und die Stärkung der ambulanten Versorgung – greifen laut der Partei ineinander. Pantazis sagt, dass die Reformen »klare Zuständigkeiten, verlässlichere Abläufe und weniger Bürokratie« schaffen. »Unser Ziel ist ein Gesundheitssystem, das Orientierung gibt und dort funktioniert, wo Versorgung im Alltag tatsächlich gebraucht wird.« 

Bei der Jahresklausur der Linken sieht es hingegen anders aus. Dort ist von einer Stärkung der Apotheken vor Ort durch eine Erhöhung des Fixums die Rede.

Auch die Strukturen in der Pflege will die Partei »spürbar einfacher« gestalten und »nah an den Lebenswirklichkeiten« ausrichten. Die neue Reform »Zukunftspakt Pflege« soll eine »echte Entlastung« für Pflegebedürftige, Angehörige und professionelle Dienste schaffen. »Sie (die Pflege) muss sich an den Lebenswirklichkeiten der Menschen orientieren – denn Pflege findet zu Hause statt, im Quartier, in Familien und Nachbarschaften«, so Pantazis.

Ein zentraler Baustein der Reform sei die Finanzierung.  Die Fraktion will die private und gesetzliche Pflegeversicherung zu einem gemeinsamen System zusammenführen und damit die Finanzierung »solidarischer« aufstellen. »So sichern wir Pflege langfristig und gerecht - und zeigen: Zusammen ist unsere Stärke, heute und in Zukunft«, so Pantazis. 

Mehr von Avoxa