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ABDA-Wahlen
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Overwiening gegen Preis

Im zweiten Anlauf muss die ABDA-Mitgliederversammlung am 16. Januar eine neue Spitze wählen. Die amtierende Präsidentin Gabriele Regina Overwiening tritt erneut an. Als Gegenkandidat wird Thomas Preis ins Rennen geschickt. Insgesamt stehen auf dem Wahlaufsatz fünf Kandidatinnen und Kandidaten zur Auswahl für die drei zu besetzenden Posten.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 08.01.2025  09:24 Uhr

Preis wirbt für Neuanfang

Die neue Gremienstruktur der ABDA sieht Preis als Chance für einen Neuanfang. »Zu viel ist in den letzten Jahren liegen geblieben oder wurde nicht zum Erfolg geführt. Verhandlungen und Gespräche mit der Politik haben weder die wirtschaftliche Situation der öffentlichen Apotheken verbessert noch den Alltag in unseren Apotheken bürokratisch entlastet. Ein weiter so hilft jetzt nicht – gerade auch bei einer neuen Bundesregierung müssen wir mit frischem Wind die Politik für die Pharmazie, die öffentlichen Apotheken und unseren freien Heilberuf gewinnen«, so Preis. Der Berufsstand benötige positive Botschaften.

Die Satzung der ABDA sieht vor, dass der Vize jeweils aus der anderen Säule der Dachorganisation entsendet wird. Als Overwienings möglicher Stellvertreter gilt Mathias Arnold (Vorsitzender Apothekerverband Sachsen-Anhalt) als gesetzt. Er bekleidet den Posten bereits seit 2013 und stünde für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Seine Schwerpunkte liegen auf der Europa-Politik und Öffentlichkeitsarbeit.

Als Vize von Thomas Preis als ABDA-Präsident wird auf der anderen Seite Ina Lucas (Präsidentin Apothekerkammer Berlin) gehandelt. Die Nachwuchshoffnung der Organisation wurde im Dezember frisch in den BAK-Vorstand gewählt und hätte in der Hauptstadt auch den Vorteil der kurzen Wege für Gespräche mit der Politik und anderen Verbänden.

Das Wahlprozedere laut Satzung

Die Apothekerkammern haben in der MV eine Mehrheit von etwa zwei Drittel der Stimmen. Allerdings muss für eine gültige Wahl auch das Quorum erreicht werden, also die Mehrheit der Mitgliedsorganisationen für die Kandidatin oder den Kandidaten stimmen. Holt bei der Wahl eine oder einer die Stimmenmehrheit, während die oder der andere mehr Organisationen hinter sich vereinen kann, wäre die Wahl gescheitert und es müsste wiederum eine neue MV einberufen werden.

Am 16. Januar wird zuerst das Präsidentenamt gewählt. Theoretisch möglich wäre auch, dass sich mehr als zwei Personen zur Wahl stellen. Wenn dann im ersten Wahlgang keiner die Stimmenmehrheit und das Quorum erreicht, würde der Kandidat mit den wenigsten Stimmen ausscheiden und die Wahl zwischen den verbliebenen Kandidaten wiederholt werden. Wenn am Ende eines solchen Prozesses bei der Wahl zwischen den beiden letzten verbliebenen Kandidaten kein gültiges Wahlergebnis erzielt würde, müsste eine neue MV einberufen werden.

Ebenfalls auf dem Wahlaufsatz steht Silke Laubscher (Vizepräsidentin LAK Baden-Württemberg) als Vertreterin der Angestellten im Vorstand. Sie wurde ebenfalls für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen.

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