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Neurowissenschaft
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Optimismus ist im Gehirn sichtbar

Optimisten gelten als zufriedener mit ihren Beziehungen und pflegen oft ein großes soziales Netzwerk. Warum ist das so? Forschende haben eine Erklärung gefunden. Und hoffen nun, unter anderem Einsamkeit besser zu verstehen.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 14.10.2025  07:00 Uhr

Angeboren oder erlernt?

Darüber hinaus unterschieden optimistische Personen positive Ereignisse deutlicher von negativen Szenarien als weniger optimistische Menschen. Optimismus bedeutet laut Yanagisawa daher nicht, negative Ereignisse positiv umzudeuten. Vielmehr verarbeiten Optimisten negative Szenarien abstrakter und emotional distanzierter, wodurch sich deren emotionale Wirkung reduziere.

Damit könne eine solche optimistische kognitive Struktur das Wohlbefinden steigern, weil sie vor negativen Stimmungen schütze und so Stress abmildere, heißt es.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass dieses alltägliche Gefühl, »auf derselben Wellenlänge zu sein«, tatsächlich neuronale Realität sein könnte. Yanagisawa stellt sich nun die Frage, ob dieser gemeinsame Mechanismus angeboren ist oder sich erst durch Erfahrungen und Dialoge entwickelt.

Sein langfristiges Ziel ist es, besser zu verstehen, was Einsamkeit verursacht und wie Menschen effektiv und empathischer miteinander kommunizieren können.

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Gehirn

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