Was die Entwicklung im Markt angeht, zeigt sich bei Noweda ein deutliches Übermarkt-Wachstum: Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland wuchs um 5,84 Prozent, bei Noweda waren es 7,45 Prozent. Der absolute Rohertrag konnte um 67 Millionen Euro auf 568 Millionen Euro gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um rund 8 Millionen Euro und die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich absolut um rund 53 Millionen Euro. Der Wert der Abschreibungen stieg um 2,7 Millionen Euro auf 24,5 Millionen Euro. Der Personalaufwand wuchs um rund 14 Millionen Euro und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rund 36 Millionen auf 226 Millionen Euro.
Das Betriebsergebnis erhöhte sich von 107 Millionen Euro im Vorjahr auf 113 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 82 Millionen auf 1,77 Milliarden Euro. Das Anlagevermögen stieg um 6,1 Millionen Euro auf 232 Millionen Euro. 30,5 Millionen Euro wurden investiert, das Umlaufvermögen erhöhte sich um76,8 Millionen auf 1,54 Milliarden Euro. Auch das Eigenkapital der Noweda wuchs um fast 49 Millionen auf 661,7 Millionen Euro. Damit verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 37,3 Prozent.
Bezogen auf fünf Jahre, hat die Noweda 326 Neumitglieder verbuchen können, allerdings auch 415 Abgänge in diesem Zeitraum. Der Grund sind vor allem die zunehmenden Apothekenschließungen. Zum 30. Juni 2025 konnte die Noweda 9.291 Apothekerinnen und Apotheker verzeichnen.
Noweda erlässt die Gebühren für die Teilnahme am Card-Link-Verfahren auch im ersten Halbjahr 2026 für ihre Kunden. Außerdem trägt Noweda rückwirkend ab dem 1. Juli 2025 für ein Jahr die Monatsbasisgebühr für die Teilnahme am Zukunftspakt Apotheke (Stichtag jeweils: 30. Juni 2025). Mit diesen Maßnahmen unterstützt die Genossenschaft die Apotheken nach eigenen Angaben mit einer Summe in Höhe von 17 Millionen Euro.
Nach einem neuen Dividendensystem, das vor zwei Jahren eingeführt wurde, erhalten besonders aktive Mitglieder mit einem Jahresumsatz von mindestens 720.000 Euro eine 10,5 Prozent Dividende auf den Pflichtanteil und 11,75 Prozent auf die freiwilligen Anteile. Förderfähige Mitglieder erhalten 8,1 Prozent auf die Pflichtanteile und 9,45 Prozent auf die freiwilligen Anteile. Beide Dividendenarten liegen mit diesem Ergebnis über den Sätzen, die die Noweda vor zwei Jahren prognostizierte.
Darüber hinaus ist das Konzept »Frag die Noweda« erfolgreich angelaufen und soll deshalb erweitert werden. Dazu wurden Verifone, ein Dienstleister für Zahlungsabwicklungen, und Delfi, ein Anbieter für digitale Preis-Auszeichnungssysteme mit an Bord geholt.
Die neue Konzeptbroschüre, ein Online-Flyer »Offizin-Flyer«, das Magazin »My Life« mit einer Auflage von mehr als 2 Millionen, ein Podcast mit den Journalisten Michael Bröcker und Helene Bubroswki, projezierte Flächen von Kampagnen-Motiven sollen auf die Arbeit der Apothekerinnen und Apotheker aufmerksam machen und ihre Bedeutung in der Gesundheitsversorgung unterstreichen.