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Apothekenproteste
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Noventi verlegt Rezeptabholung in Bayern um einen Tag

Wegen der Apothekenproteste verschiebt der Apothekendienstleister Noventi die Rezeptabholung bei betroffenen Apotheken in Bayern um einen Tag. Damit wolle das Unternehmen seine Unterstützung gegenüber den Protesten zeigen, wie es in einer Pressemitteilung steht. 
AutorKontaktPZ
Datum 13.03.2026  14:00 Uhr

Laut Noventi sei der Protesttag am 23. März für Abrechnungskundinnen und -kunden aus Bayern der Tag ihrer Rezeptabholung. Apotheken aus anderen Bundesländern seien hiervon nicht berührt. »Um die Teilnahme an den Apothekenprotesten dadurch nicht zu behindern, hat Noventi mit seinen Logistikpartnern für Bayern vereinbart, bei allen betroffenen Apotheken die Rezeptabholung um einen Tag auf den 24. März zu verschieben«, teilt das Unternehmen mit. 

Die betroffenen Kundinnen und Kunden seien vom Noventi-Kundenservice bereits über das Abrechnungsportal »apothekeOnline« informiert worden. Die Rezeptabholung erfolge lediglich einen Kalendertag später. Die Verschiebung der Abholung habe keinerlei Auswirkungen auf die Auszahlung der Rezeptgelder. 

»Als apothekereigenes Unternehmen unterstützen wir natürlich auch diesmal den Apothekenprotest, denn für uns ist klar: Wer heute an der wohnortnahen Gesundheitsversorgung spart, riskiert morgen den Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems«, sagt Mark Böhm, Vorstandsvorsitzender von Noventi. Gesundheit zum Nulltarif sei eine gefährliche Illusion. »Deshalb sehen wir uns am 23. März auf dem Odeonsplatz in München!«

Die Apothekenproteste werden in vier Städten stattfinden, darunter auch München. Die Arzneimittelversorgung soll durch Notdienst-Apotheken sichergestellt werden. Für diese Maßnahme hat sich Ende Februar die Mitgliederversammlung der ABDA entschieden. Viele Landesapothekerverbände wie der hessische Landesverband oder der Landesverband Sachsen-Anhalt haben Apotheken dazu aufgerufen, geschlossen zu bleiben. Die Aufsicht in Baden-Württemberg hingegen teilte mit, dass Proteste kein »berechtigter Grund« für eine Schließung seien. 

Mit dem Protest fordern die Apotheken die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen dazu auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Fixumserhöhung umzusetzen. Dieses liegt aktuell bei 8,35 Euro und soll auf 9,50 Euro erhöht werden. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat mehrfach betont, dass die Erhöhung umgesetzt wird.

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