Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Linda AG
-
Neuer Aufsichtsrat und »akzeptable« Gesamtlage 

Die Linda AG hat auf ihrer Hauptversammlung einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Den Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt Dirk Vongehr. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hofft die Gruppe auf Wachstum. 
AutorKontaktPZ
Datum 26.04.2024  11:15 Uhr

Auf der jährlichen Hauptversammlung der Linda AG am Donnerstag fanden die turnusmäßigen Neuwahlen des Aufsichtsrats statt. Die Apothekerin und Präsidentin des Marketingvereins Deutscher Apotheker (MVDA), Gabriela Hame-Fischer, wurde zusammen mit Dirk Vongehr, Vize-Präsident des MVDA als Vertreter des Hauptaktionärs, in den Aufsichtsrat der Linda AG entsandt.

Die übrigen Aufsichtsratssitze entfielen auf Reimund Pohl, der ebenso wie Jan Roth wiedergewählt wurde. Neu im Aufsichtsrat vertreten ist Holger Wicht. Er folgt als Apotheker auf Rainer Kassubek, der sein Amt altersbedingt zum Ende der Amtsperiode niedergelegt hat.

In der im Anschluss stattfindenden konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrates wurde einstimmig Dirk Vongehr zum neuen Vorsitzenden gewählt. In seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender wurde Reimund Pohl bestätigt. »Ich freue mich sehr über die Wahl zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und das damit mir entgegengebrachte Vertrauen«, so Vongehr in einer Pressemitteilung. »Gleichzeitig möchte ich mich bei Rainer Kassubek für seine großen Verdienste bedanken. Er hat maßgeblich an der Erfolgsgeschichte des MVDA und der Linda AG mitgeschrieben.«

»Akzeptable« Gesamtlage

Bei der diesjährigen Hauptversammlung der Linda AG wurde den anwesenden Aktionären und Aktionärinnen vorgeschlagen, den Vorzugsaktionären eine Dividende von vier Euro je Aktie auszuschütten. Diesem Vorschlag gab die Hauptversammlung statt. Der MVDA verzichtete, wie bereits in den Vorjahren, auf eine Gewinnbeteiligung und beließ den verbleibenden Bilanzüberschuss zur finanziellen Stärkung seiner Beteiligung in der Gesellschaft.

Insgesamt bewerteten die Teilnehmer der Hauptversammlung die Lage der Linda AG als akzeptabel. Das Eigenkapital liegt mit 8,2 Millionen Euro deutlich über der Prognose aus dem Vorjahr (6,2 bis 6,5 Millionen Euro). Der Jahresfehlbetrag von 0,1 Millionen Euro (2021/2022: 0,9 Millionen Euro) wurde als noch zufriedenstellend angesehen.

»Das Geschäftsjahr 2022/2023 war von wichtigen strategischen Entscheidungen geprägt«, betonte Christian Beyer, Vorstandsmitglied der Linda AG. »Hinsichtlich aktueller Themen wie Arzneimittelengpässen, Personalnot und Sparplänen der Politik ist es umso wichtiger, unsere Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen unserer Kooperation tatkräftig zu unterstützen.«

Wachstum trotz Apothekensterben 

Hinzu komme der extreme Rückgang an Vor-Ort-Apotheken in Deutschland. »Mit 22 Apotheken pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegen wir hierzulande deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Aufgrund der allgemeinen Herausforderungen für Apothekerinnen und Apotheker und der abnehmenden Gesamtzahl erwarten wir in den nächsten Jahren eine Zunahme an Linda-Apotheken und damit einhergehend eine noch größere Marktbedeutung.«

»Die Zeichen stehen für uns weiterhin auf Wachstum«, erklärte auch Volker Karg, Vorstandssprecher der Linda AG. »Das im vergangenen Jahr zusammen mit unserem strategischen Partner Phoenix eingeführte niederschwellige Linda-Partner-Modell trägt dazu bei, Apothekerinnen und Apotheker für die Linda-Familie zu begeistert und zu gewinnen.« Somit lassen sich unter der Marke Linda aktuell rund 550 Linda-Premium-Apotheken und etwa 4200 Linda-Partner-Apotheken zusammenführen.

THEMEN
Apotheke

Mehr von Avoxa