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pDL Medikationsberatung
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Neue Arbeitshilfen für die Rücksprache mit dem Arzt

Bei vielen Medikationsanalysen ist eine Rücksprache mit dem verordnenden Arzt sinnvoll. Zeitsparend und übersichtlich gelingt dies mit drei Arbeitshilfen der ABDA.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 05.03.2024  14:30 Uhr

Ein Ergebnisbericht für den hauptverordnenden Arzt ist zwar bei der pharmazeutischen Dienstleistung »erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation« nicht zwingend vorgeschrieben, im Sinne eines interprofessionellen Austausches und der Patientensicherheit aber grundsätzlich sinnvoll. Für die Erstellung stellt die ABDA verschiedene neue beziehungsweise aktualisierte Arbeitshilfen zur Verfügung.

Überarbeitet wurde die Arbeitshilfe »Ergebnisbericht/Rücksprache mit dem Arzt«. Sie besteht aus einer Hinweisseite, einem Standard-Anschreiben und einer Art Checkliste zur Prüfung nach Leitlinie, dem eigentlichen Ergebnisbericht. Die Blankovorlage für den Bericht unterscheidet zwischen zwei Szenarien:

  1. Keine relevanten Auffälligkeiten, Diskrepanzen oder arzneimittelbezogenen Probleme (ABP): Es werden nur die Daten des Patienten und der Apotheke ergänzt und der aktualisierte Medikationsplan als Anhang zur Kenntnis mitgeschickt, den der hauptverordnende Arzt weiterverwenden kann.
  2. Auffälligkeiten, Diskrepanzen oder ABP gefunden: Diese sollen kurz und präzise im Anschreiben oder Blanko-Textfeld umschrieben und gegebenenfalls priorisiert werden. Dazu kann man ankreuzen, ob Handlungsbedarf besteht und wie man Rücksprache halten will. Auch hier gehört der aktualisierte Medikationsplan unbedingt dazu.

Eine Kopie dieses Ergebnisberichts ist in der Apotheke zur Dokumentation aufzubewahren.

Damit das Ausfüllen einfacher wird, gibt es eine neue Arbeitshilfe »Empfehlungen für die Erstellung des Ergebnisberichts an Ärzt*innen«. Darin finden Apothekerinnen und Apotheker Tipps für die Struktur des Berichts und einige Formulierungsvorschläge für besonders häufige ABP. So sollte das Anschreiben so kurz wie möglich sein und im Idealfall maximal eine Seite umfassen. Es sollten ausschließlich Ergebnisse der Medikationsanalyse kommuniziert werden, die für den Arzt und/oder den Patienten relevant sind oder Handlungsbedarf durch den Arzt erfordern. Hilfreich für den Arzt können Alternativvorschläge sein, zum Beispiel bei einer Wechselwirkung, Kontraindikation oder unpassenden Arzneiform.

Weitere Formulierungsvorschläge für die Kommunikation mit dem Arzt gibt es in einer weiteren Arbeitshilfe (»Formulierungshilfen für die Kommunikation mit den Ärzt*innen«). Alle Arbeitshilfen sind auf der ABDA-Website im Bereich »pDL Campus« unter der pDL »Polymedikation« zu finden.

Um die interprofessionelle Kommunikation im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistungen ging es auch Ende Januar beim Live-Webinar »pDL – So klappt die interprofessionelle Zusammenarbeit«, das im Nachgang noch kostenlos unter www.pdlcampus-live.de angeschaut werden kann.

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