Grund zum Protest gibt es für die Apotheken nach wie vor. Die ABDA plant neue Aktionen – ob als Kundgebung wie hier in Dortmund im November 2023 oder in anderer Form, soll Ende der Woche kommuniziert werden. / © PZ/Dölger
Die versprochene Honoraranpassung werde im Reformentwurf nicht thematisiert, und das bei steigenden Kosten für die Betriebe und anhaltendem Apothekensterben, heißt es von der Standesvertretung – Anlass für neuerliche Proteste haben die Apotheken also. ABDA-Präsident Thomas Preis werde am 29. Januar, einen Tag vor der geplanten Bundesratsbefassung mit dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG), über die »Apotheken-Proteste im Frühjahr 2026« informieren. Dann soll es genauere Informationen zu den Plänen geben.
Darauf, dass mit immer weniger Apotheken am Ende ein »Versorgungsblackout« droht, hatten Apotheken schon im Dezember mit einer Protestaktion aufmerksam gemacht. Am 17. Dezember, als das ApoVWG das Kabinett passierte, gingen in vielen Apotheken die Lichter aus. Der symbolische Blackout sollte der Bevölkerung verdeutlichen, was ein Verschwinden der Apotheken vor Ort für sie bedeuten würde.
In eine Art Protestmodus gegen zentrale Inhalte der Reformpläne haben auch die Bundesländer geschaltet und mit 39 Anträgen, etwa gegen die PTA-Vertretung sowie die ausbleibende Honoraranpassung, Nachbesserungen beim ApoVWG eingefordert. Der Gesundheitsausschuss der Länderkammer hatte sich am 14. Januar mit dem Gesetz befasst. Über dessen Empfehlungen wird das Bundesratsplenum am 30. Januar beraten.