Die Forschenden beluden die Liposomen mit unter anderem mit Tetrodotoxin. Das sehr giftige Neurotoxin kommt auch in Kugelfischen und Blauring-Kraken vor und blockiert spannungsabhängige Natriumkanäle der Nervenzelle. Nach der Injektion der Tetrodotoxin-beladenen Liposomen in der Nähe eines Nervs der Ratten hielt die Nervenblockade zwei bis drei Wochen an. Toxizität an der Injektionsstelle oder im gesamten Körper beobachtete das Team nicht.
In diese Liposomen verpacktes Tetrodotoxin könnte womöglich statt Opioiden bei länger anhaltenden Schmerzen rund um eine Operation eingesetzt werden, spekuliert Seniorautor Professor Dr. Daniel Kohane. Ein weiteres denkbares Anwendungsgebiet seien chronische Schmerzen. Laut Kohane könnten die Liposomen mit vielen verschiedenen hydrophilen Wirkstoffen beladen werden. Zunächst muss allerdings getestet werden, ob das Prinzip beim Menschen auch funktioniert.