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Erkältung
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Nasentropfen bei Kindern richtig anwenden – so geht’s

Abschwellende Nasentropfen gehören in jede Hausapotheke. Die korrekte Anwendung und Dosierung ist aber nicht gerade kinderleicht. Darauf weist die Apothekerkammer Niedersachsen hin – und warnt vor Tipps aus dem Internet. Was sollten Eltern wissen?
AutorKontaktPZ
Datum 06.02.2024  16:30 Uhr

Kochsalz und andere Alternativen

Vom Säugling bis zum Erwachsenen gilt: »Abschwellende Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin dürfen in der Selbstmedikation nur bis zu dreimal täglich und an maximal sieben aufeinanderfolgenden Tagen angewendet werden. Eine Überdosierung oder ein zu langer Gebrauch führt zum Austrocknen der Schleimhäute mit begleitender Schwellung, was zum weiteren Einsatz des Wirkstoffes verleitet. Wer in diesen Teufelskreis geraten ist, kann in der Apotheke Tipps zur Entwöhnung erhalten.« Zum Beispiel können Erwachsene von Präparaten mit 0,1 Prozent Wirkstoff auf die Kinderdosis umsteigen.

Alternativen sind die oben erwähnte physiologische Kochsalzlösung, die isotonisch ist und gut borkigen oder festen Schleim löst, oder hypertone Präparate. »Diese enthalten eine höhere Salzkonzentration als die Schleimhäute«, erläutert die Apothekerkammer. »Durch diesen Konzentrationsunterschied entsteht ein osmotischer Effekt – den Nasenschleimhäuten wird Wasser entzogen und lässt sie abschwellen.« Kombipräparate mit Dexpanthenol pflegen die gereizte Nasenschleimhaut.

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