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Karl Philipp Engelhard
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Mit Moos und Methode

Nicht nur als Apotheker, sondern auch als Unternehmer hat Karl Philipp Engelhard Geschick bewiesen. Seine Rezeptur mit Isländisch Moos kommt bis heute zum Einsatz. Am 27. Dezember 2024 jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 27.12.2024  15:30 Uhr

Die Geschichte des Unternehmens Engelhard hat seine Anfänge im 19. Jahrhundert. Und zwar in der Rosenapotheke in Frankfurt am Main. Dort trat Karl Philipp Engelhard einst in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm die Leitung des familiengeführten Betriebs. In der väterlichen Offizin legte der forschungsinteressierte Jungunternehmer den Grundstein der Firma Engelhard Arzneimittel.

Seine Rezeptur für eine Pasta gegen Halsschmerzen aus der Flechte Isländisch Moos schlug ein. Bis heute sind isla®-Lutschpastillen im Portfolio des Unternehmens und letztlich die Weiterentwicklung seiner ursprünglichen Idee. Auch andere Produkte waren erfolgreich. Engelhard beschloss daher am 31. Oktober 1872, die Fabrik für pharmazeutische Präparate zu gründen.

Ab 1919 übernahmen seine Söhne Paul und Max Engelhard die Firma. Wenige Jahre später am 27. Dezember 1924 starb Engelhard. Die dritte Generation schließlich entschied sich für die Einführung und Weiterverarbeitung von Penicillin – und landete damit ebenfalls einen Treffer.

Die Philosophie einer verantwortungsvollen Medizin, die auf Nachhaltigkeit und Kontinuität setzt, bleibt weiterhin bestehen. Auch dem Standort blieb die Firma treu. Bis heute entwickelt und produziert Engelhard Arzneimittel vor den Toren Frankfurts, obwohl es sich nach eigenen Angaben inzwischen zu einem Global Playern zählen darf.

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