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Entlassmanagement
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Mit Hochrisiko-Medikamenten aus der Notaufnahme

In den USA bekommt einer von 15 älteren Menschen bei Entlassung aus der Notaufnahme ein potenziell ungeeignetes Medikament. Vor allem zwei Arzneimittelgruppen fallen hier ins Auge.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 12.02.2026  15:00 Uhr
Besonders häufig verordnet: Muskelrelaxanzien und ältere Antihistaminika

Besonders häufig verordnet: Muskelrelaxanzien und ältere Antihistaminika

Die mit Abstand am häufigsten verordneten PIM waren Muskelrelaxanzien und Antihistaminika der ersten Generation. Die GEMS-Rx-Liste enthält konkrete Vorschläge für sicherere Alternativen. So könnten Muskel- und Skelettbeschwerden zuerst mit nicht medikamentösen Maßnahmen wie Wärme, Eis oder Massage behandelt werden, gefolgt von Paracetamol, einem kurzfristigen Einsatz von nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR), Lidocain-Pflastern oder Diclofenac-Gel.

Als Alternativen für ältere Antihistaminika empfiehlt die Liste bei allergischen Beschwerden Kochsalz- oder Corticosteroid-haltige Nasensprays (zum Beispiel mit Fluticason oder Beclometason), topische Antihistaminika oder orale Anthistaminika der zweiten Generation wie Loratadin und Fexofenadin.

Bei Schwindel sind eine Kurzzeitanwendung von Steroiden oder sogenannte »Canalith-Repositionierungsmanöver« eine Option. Bei Letzterem werden bestimmte Bewegungen ausgeführt, um Otolithen (mikroskopisch kleine Körnchen aus kristallinem Calciumcarbonat) aus dem posterioren Bogengang im Gleichgewichtsorgan im Ohr zu lösen (auch Lagerungsübung nach Epley genannt).

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