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Eli-Lilly-Standort in Alzey
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Milliardeninvestition soll 1000 Arbeitsplätze schaffen

Eine Milliardeninvestition in den Pharmastandort Deutschland soll 1.000 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz schaffen. Bis zum Betriebsstart dauert es allerdings noch.
AutorKontaktdpa
Datum 14.05.2025  12:45 Uhr

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat ein Jahr nach dem ersten Spatenstich in Alzey mit dem Bau einer Produktionsstätte für injizierbare Medikamente begonnen. Ein über 260 Meter langer Komplex aus Büros, Laboren sowie Produktions- und Lagerhallen soll entstehen. Eli Lilly investiert an dem Standort in Rheinland-Pfalz rund 2,3 Milliarden Euro. 2027 soll die Produktionsstätte nach bisherigen Plänen des Unternehmens in Betrieb genommen werden.

»Im Jahr 2020 haben wir die ehrgeizigste Produktionserweiterung in der Geschichte von Lilly begonnen, mit Investitionen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar weltweit, einschließlich unserer Hightech-Produktionsstätte in Alzey«, berichtete Unternehmenschef Dave Ricks. »Unsere Anlage in Alzey wird entscheidend dazu beitragen, dass wir innovative, qualitativ hochwertige Arzneimittel bereitstellen können, auf die Patienten angewiesen sind.«

Produziert wird in Alzey nach Angaben des Managements unter anderem auch das Diabetesmittel Mounjaro mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Der gleiche Wirkstoff steckt im Eli-Lilly-Abnehmmittel Zepbound. Rund 1000 Arbeitsplätze sollen durch die Milliardeninvestition in Alzey entstehen.

»Investitionen wie die von Lilly stärken die regionale Wirtschaftskraft«

»Rheinland-Pfalz ist ein starker Biotechnologie-Standort und die neue Hightech-Produktionsstätte von Lilly in Alzey stärkt den Standort weiter«, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). »Die Ansiedlung ist ein enormer Gewinn und eine große Chance.«

Investitionen wie die von Lilly stärkten die regionale Wirtschaftskraft im Land und setzten wichtige Impulse für Innovationen im gesamtdeutschen Gesundheitssektor, ergänzte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP).

Im Zusammenhang mit der Milliardeninvestition des Pharmariesen war die Ampelkoalition unter Druck geraten. Den Vorwurf, dass die mit dem Medizinforschungsgesetz (MFG) beschlossenen vertraulichen Erstattungspreise für Arzneimittel mit dem Engagement des Konzerns zusammenhängen könnten, bestritt das Bundesgesundheitsministerium.

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