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Umfrage
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Mehrheit hat kein Verständnis für höhere Kassenbeiträge

Die Gesetzliche Krankenversicherung erwartet 2024 ein Milliardendefizit. Gesundheitsminister Lauterbach will daher die Beitragssätze der Versicherten leicht erhöhen. Das stößt in der Bevölkerung erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 16.06.2023  10:00 Uhr

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland hat überhaupt kein oder wenig Verständnis für eine mögliche Erhöhung der Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 2619 Personen hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Donnerstag veröffentlichte.

Demnach haben 34 Prozent überhaupt kein Verständnis für eine Beitragserhöhung, weitere 24 Prozent haben eher kein Verständnis. Der Umfrage zufolge zeigten nur 8 Prozent voll und ganz Verständnis für höhere Kassenbeiträge, 24 Prozent haben eher Verständnis und 10 Prozent der Befragten hatten keine Meinung oder machten keine Angaben.

Die höheren Beiträge drohen wegen des nächsten erwarteten Milliardenlochs bei den gesetzlichen Krankenkassen. Das machte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in dieser Woche deutlich. Die Ausgaben der Krankenkassen würden steigen und Leistungskürzungen schließe er aus, sagte Lauterbach. Daher müsse im nächsten Jahr der Beitragssatz steigen. Die Größenordnung sei noch nicht genau abschätzbar. 

Lauterbach hatte diese Woche wohl auch aus diesen Gründen eine Erhöhung des Apothekenhonorars abgelehnt. Die Apothekerschaft hatte verdeutlicht, dass es ohne mehr Geld im System nicht gehen wird, eine flächendeckende Versorgung aufrecht zu erhalten.

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