| Paulina Kamm |
| 09.01.2026 10:00 Uhr |
Die Befragung des Deutschen Ärzteblatts ergab, dass die Angreifer weitestgehend allein handelnde (76 Prozent) männliche Personen, die eine medizinische Einrichtung als Patient (82 Prozent) oder als Angehöriger (30 Prozent) aufsuchen. Mit 89 Prozent sind verbale Attacken die häufigste Gewaltform. Von körperlicher Gewalt berichteten demnach 47 Prozent der Befragten, von psychischer 40 Prozent und 16 Prozent nannten demnach gewalttätige Übergriffe aufgrund ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit.
23 Prozent der Betroffenen wurden zeitweise in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, neun Prozent wiederum permanent. Zehn Prozent wurden durch Angriffe arbeitsunfähig. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fasste auf der Neujahrspressekonferenz in Berlin zusammen: »Wer Helferinnen und Helfer angreift, zerstört das Vertrauensverhältnis, auf dem medizinische Versorgung beruht, und gefährdet damit die Funktionsfähigkeit unseres Gesundheitswesens«.