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action medeor
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Mehr Hilfe für den Sudan 

Seit 2023 tobt ein blutiger Bürgerkrieg im Sudan. Das Gesundheitshilfswerk action medeor verstärkt jetzt seine Unterstützung für die notleidenden Menschen. 
AutorKontaktPZ
Datum 13.08.2024  15:48 Uhr

Angesichts der anhaltenden schweren humanitären Krise im Sudan verstärkt das Gesundheitshilfswerk action medeor seine humanitäre Hilfe für die notleidenden Menschen dort. Die »Notapotheke der Welt«, wie action medeor auch genannt wird, arbeitet mit verschiedenen lokalen und internationalen Partnern zusammen, um die Menschen vor Ort mit dem Nötigsten versorgen.

Eine Hilfslieferung mit lebenswichtigen Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und chirurgischem Material ist nach Angaben der Hilfsorganisation bereits im Sudan angekommen. Darin enthalten sind unter anderem Schmerzmittel, Antibiotika und Mittel zur Behandlung von Durchfallerkrankungen. Für die zweite Jahreshälfte plant action medeor weitere Hilfslieferungen, die in den Süden und Westen des Landes gehen sollen.

Millionen Menschen brauchen Hilfe

Durch den anhaltenden bewaffneten Konflikt im Sudan habe sich die Lebenssituation der Menschen extrem verschlechtert. »Rund 25 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, das ist fast die Hälfte der Bevölkerung«, berichtet Sid Peruvemba, Vorstandssprecher von action medeor. Fast jeder dritte Mensch im Sudan leide unter akuter Ernährungsunsicherheit. »Und das ohnehin schon fragile Gesundheitssystem wird aktuell durch eine hohe Anzahl von Binnenflüchtlingen und drohende Krankheitsausbrüche in Mitleidenschaft gezogen«, so Peruvemba.

Action medeor unterstützt zusammen mit seinen Partnern verschiedene Einrichtungen im Sudan mit Medikamenten und medizinischem Equipment. »Das reicht vom UN-Flüchtlingshilfswerk bis hin zu einzelnen Krankenhäusern«, berichtet Peruvemba. Selbst in Libyen wird action medeor nun aktiv: Man plant eine mobile Klinik, um sudanesischen Geflüchteten dort zu helfen.

»Im Sudan ereignet sich eine der schwersten humanitären Krisen unserer Zeit. Deshalb prüfen wir nun, wie wir mit verschiedenen Partnern unsere Hilfen für die Menschen im Sudan ausweiten können«, kündigt Peruvemba an. »In welchem Umfang uns dies gelingt, hängt auch von der Spendenbereitschaft der Menschen in Deutschland ab.«

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